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Der US-Autobauer Ford fährt wegen starker US-Nachfrage seine Produktion hoch. - Bild: Ford

Zum einen sollen die Fertigungsstraßen erweitert werden, zum anderen die üblichen Werksferien im Sommer an vielen Standorten von zwei Wochen auf eine Woche verkürzt werden.

Wie hoch die Kapazität derzeit insgesamt ist, wollte der Konzern aus Dearborn in Michigan nicht verraten. Einen Anhaltspunkt aber gibt es: Im vergangenen Jahr liefen bei Ford in Nordamerika 2,8 Millionen Fahrzeuge von den Bändern und damit waren die Werke fast vollständig ausgelastet.

Kürzung der Werksferien

Allein durch die Verkürzung der sommerlichen Werkschließungen in Nordamerika werde die Kapazität um 40.000 Fahrzeuge gesteigert, teilte das Unternehmen mit. Zudem solle die Produktion in einigen Fabriken beschleunigt werden. So soll im Pickup-Werk in Kansas City und in einem Montagewerk nahe Detroit, das die Modelle Fusion und Mustang baut, eine weitere Schicht eingeführt werden.

Nachdem Ford jahrelang Werke schließen und sich mit den amerikanischen Gewerkschaften um Einsparungen streiten musste, weite sie nun die Produktion wieder aus und arbeite fast mit voller Kapazität, sagte der Produktionschef für Nordamerika, Jim Tetreault.

Gewaltige Nachfrage vor allem nach Kleintransportern

“Drei Viertel unserer Werke arbeiten mit drei Mannschaften”, sagte Tetreault. Mit drei Schichten gilt ein Werk als mehr als ausgelastet, denn von “voller Kapazität” spricht man üblicherweise bei zwei Schichten mit 40 Wochenstunden. Wird aber rund um die Uhr gearbeitet, dann sind die Werke effizienter und profitabler.

“Wenn sie zehn Jahre zurückgehen, als wir etwa 20 Montagewerke schließen mussten, liefen viele davon mit einer oder zwei Schichten,” so der Manager. “Heute haben wir elf Fabriken in Nordamerika und sie laufen alle viel besser als die standardmäßige Vollauslastung.”

Im ersten Quartal erzielte Ford in Nordamerika einen Vorsteuergewinn von 2,44 Milliarden US-Dollar und gewann weitere Marktanteile, nachdem der Absatz in den vier Monaten bis Ende April um 13 Prozent zulegte.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke