Francisco J. Riberas, ECM Gestamp

Gestamp-Chef Riberas will „gemeinsam mit den japanischen OEM das Auto der Zukunft entwickeln“. Bild: Gestamp

Die in der östlichen Küstenstadt Matsusaka in der japanischen Präfektur Mie angesiedelte Fabrik wurde mit einer Anschub-Investition in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro errichtet und beschäftigt zunächst etwa 60 Mitarbeiter. Das kapazitiv erweiterbare Werk fertigt hochfeste, sicherheitsrelevante Karosserieteile nach dem Verfahren des Presshärtens (Hot Stamping). Dabei werden Teile aus ultrahochfestem Stahl auf etwa 950 °C erwärmt und während der Formgebung abgekühlt, was dem Material einen deutlichen Zuwachs an Härte verleiht.

Initialkunde ist Honda, weitere japanische OEMs sollen in der die Liste der Auftraggeber bald folgen. Laserbearbeitungszellen und Kugelstrahlanlagen sind in den Teile-Fertigungsprozess integriert.

Mit dem Werk in Matsusaka ist Gestamp nach eigenem Bekunden nun in insgesamt 22 Märkten produktionsaktiv. Erst vergangenes Jahr hatten die Spanier ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Tokio eröffnet.

Francisco J. Riberas, Executive Chairman von Gestamp, versteht das neue Werk auch als aktive Technologieplattform: „Gestamp will mit dieser japanischen Präsenz seine japanischen Kunden nicht nur unterstützen, sondern gemeinsam mit ihnen das Auto der Zukunft entwickeln.“
Gestamp könne in diesem Zusammenhang speziell seine Erfahrung mit dem Presshärten einbringen und dazu beitragen, leistungsfähige und zukunftsweisende Leichtbaukonzepte auf die Straße zu bringen.