GM bietet den Chevrolet Sail inzwischen auch in Indien an. Bisher mit mäßigem Erfolg. Nun plant

GM bietet den Chevrolet Sail inzwischen auch in Indien an. Bisher mit mäßigem Erfolg. Nun plant der US-Autobauer angeblich eine eigene Produktionsplattform für Fahrzeuge für Emerging Markets. Bild: GM

Mit der Plattform unter dem Projektnamen “Amber” wolle GM vor allem den Absatz in den wichtigen Zukunftsmärkten Brasilien, Mexiko, Indien, Thailand und Russland ankurbeln. Wie die indische Economoc Times berichtet, sollen auf der Plattform ein Stufenheck-Modell für den gehobeneren Anspruch, ein Limousine als Einstiegsmodell und ein kompakter SUV gebaut werden. Der Produktionsstart solle 2018 zeitgleich oder leicht zeitversetzt in Indien und Brasilien erfolgen. Alleine für den indischen Markt plane der Autobauer mit etwa 150.000 Einheiten, die Hauptrolle falle dabei dem SUV zu. Das jährliche Gesamtvolumen wird mit 1 – 1,2 Millionen Einheiten in allen adressierten Märkten zusammen beziffert. In dem Bericht beruft sich die Zeitung auf mit dem Projekt vertraute Kreise. Ein Sprecher von GM Indien bezeichnete ihn als “reine Spekulation”.

Nicht ins Reich der Spekulation fällt, dass GM am wichtigen indischen Markt unter hohem Handlungsdruck steht. Die Versuche, mit zwei relativ neuen Fahrzeugen, dem Stufenheckmodell “Sail” und dem MPV Enjoy, bei den indischen Käufern zu punkten, sind bislang wenig erfolgreich. Während die Konkurrenten Ford und Honda in den ersten fünf Monaten beim Absatz zulegen konnten, büsste GM 30,8 Prozent auf knapp 28.000 verkaufte Autos ein. Einen Grund für den Absatzeinbruch sehen die Marktexperten von IHS Automotive in den nicht ausreichend auf die Bedürfnisse des Marktes zugeschnittenen Produkten.

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Frank Volk