RX160 he im Einsatz der Reinigungsanlage EcoCFlex3 von Dürr. Bild: Stäubli

RX160 he im Einsatz der Reinigungsanlage EcoCFlex3 von Dürr. Bild: Stäubli

HE – dieses Kürzel sorgt in der Automobilbranche derzeit für Aufsehen, insbesondere dort, wo es um die Roboter-Teilereinigung von Bauteilen wie Getriebe-, Turbolader- und Kurbelgehäuse, Kurbel- und Nockenwellen und dergleichen mehr geht. Die Abkürzung steht für Humid Environment und kennzeichnet bei Stäubli  Sechsachs-Roboter, die für den Einsatz in Feuchträumen modifiziert sind und die in jüngster Zeit verstärkt in Teilereinigungsanlagen Verwendung finden.

Grundsätzlich sind die HE-Versionen für alle Applikationen konzipiert, bei denen die Roboter in direkten Kontakt mit Flüssigkeiten oder Spritzwasser kommen. Was zunächst für Einsätze in Werkzeugmaschinen, in der Lebensmittelindustrie oder beim Wasserstrahlschneiden gedacht war, erweist sich jetzt in der industriellen Teilereinigung als Volltreffer. Dabei übernehmen die HE-Roboter unterschiedliche Aufgaben angefangen von der Beschickung von Teilereinigungsanlagen über die Teilehandhabung innerhalb des Reinigungsprozesses bis hin zur aktiven Bauteilreinigung mit scharfem Wasserstrahl.

Gutes Gespann: Dürr-Reinigungsanlagen mit Stäubli HE Roboter

Bei Automobilzulieferern sind Roboter-Reinigungsanlagen von Dürr erste Wahl. Der Anbieter blickt bereits auf über 10 Jahre Erfahrung im Bau von flexiblen Reinigungsanlagen zurück und hat bereits über 450 Roboterzellen realisiert. In den jüngsten Anlagen des Herstellers wie der EcoCFlex 3 kommt beispielsweise der Stäubli RX160 HE zum Einsatz. Die Anlage kombiniert bewährte und effiziente Reinigungsschritte wie Injektionsflutwaschen, Spritzreinigung oder Hochdruckanwendungen mit der Flexibilität des Roboters.

Dabei übernimmt der RX 160 HE die komplette Teilehandhabung innerhalb der Zelle schnell und präzise. Die extremen Bedingungen innerhalb der Reinigungsanlage können dem korrosions- und hitzebeständig sowie laugen- und säureresistenten Stäubli Roboter auch dauerhaft nichts anhaben. Er verrichtet seinen Dienst mit der sprichwörtlichen Zuverlässigkeit und sorgt mit seiner Dynamik für höheren Durchsatz bei vorbildlicher Reinigungsqualität. Dank vertikalem Kabelabgang ließ sich der Sechsachser einfach an der Decke installieren und außerhalb des problematischen Arbeitsbereichs anschließen.

Dass die Teilereinigung mit dem Roboter nicht nur in Europa Konjunktur hat, belegt der Blick nach Korea. Hier hat die Stäubli Niederlassung zusammen mit einem Anlagenbauer eine hocheffiziente Roboterzelle für die Reinigung von Motorblöcken bei einer Tochtergesellschaft von Hyundai Motors installiert. Die Koreaner wählten für die höchste anspruchsvolle Aufgabe einen TX90 HE und rüsteten ihn mit einer Hochdruckdüse aus. Der Reinigungsroboter erfüllt die in ihn gesetzten Erwartungen mit Bravour und erreicht sehr kurze Zykluszeiten, so dass weitere Installationen folgen werden.

HE-Roboter: erste Wahl für Feuchtraumeinsätze

TX90 he von Stäubli
Den TX90 he wählte Hyundai Motors in Korea für die Reinigung von Motorblöcken. Bild: Stäubli

Die HE-Versionen werden von Stäubli sorgfältig auf die besonders harten Einsatzbedingungen unter Flüssigkeitsbeaufschlagung ausgelegt. Die komplett gekapselten Roboter sind dabei standardmäßig in Schutzart IP 65 ausgelegt, durch Verwendung der Stäubli Überdruckeinheit lässt sich diese Schutzartklassifizierung noch steigern. Das Handgelenk der Maschinen ist in IP 67 gehalten und erlaubt das Untertauchen in flüssigen Medien mit einem PH-Wert zwischen 4,5 und 8,5.

Besonders hilfreich beim Einsatz in Feuchträumen ist die vertikale Kabeldurchführung. Sämtliche Anschlüsse befinden sich vor Spritzwasser geschützt unter dem Roboterfuß. Bevor die Roboter ihre Finishlackierung erhalten, werden die Oberflächen einer speziellen Behandlung unterzogen, die die Korrosionsbeständigkeit erhöht und das gesamte Gehäuse unempfindlicher gegen mechanische Beschädigung macht. Besonders beanspruchte Teile sind aus Edelstahl.