Norbert Reithofer

Norbert Reithofer: Sich partnerschaftlich zusammenzuschließen bedeutet für uns auch signifikante Skaleneffekte. - Bild: BMW

Die Unternehmen teilten am Montag mit, 100 Millionen Euro in “BMW Peugeot Citroen Electrification” investieren zu wollen.

“Die BMW Group und PSA Peugeot Citroen haben die gleiche Vorstellung über die Bedeutung der Hybridisierung in der Zukunft”, sagte Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender des Münchener DAX-Konzerns, am Montag in Genf. “Sich partnerschaftlich zusammenzuschließen bedeutet für uns auch signifikante Skaleneffekte, geteilte Entwicklungskosten, die Verwendung von standardisierten Komponenten und einen schnelleren Entwicklungsprozess”.

Anfang Februar hatten BMW und Peugeot ihre im Herbst 2010 angekündigte Zusammenarbeit im Bereich Hybridtechnik besiegelt und erklärt, ein paritätisches Joint Venture zu gründen. Gegenstand des Gemeinschaftsunternehmens ist vor allem die Entwicklung und Produktion von Hybridsystemen einschließlich Hochvoltspeichern, E-Motoren, Generatoren, Leistungselektronik und Ladegeräten sowie die Entwicklung von Software für Hybridsysteme.

Fahrzeuge beider Partnerunternehmen sollen ab 2014 mit den Hybridkomponenten ausgestattet werden, die auch an andere Hersteller verkauft werden könnten. Hybridautos sind Fahrzeuge, die neben einem herkömmlichen Verbrennungsmotor auch einen Elektromotor besitzen. Für die Übergangsphase bis zur angestrebten vollständigen Elektrifizierung des Fahrens wird der Technologie von Branchenexperten eine hohe Bedeutung beigemessen.

Die Geschäftsführung sowie das Personal des Joint Ventures werden sich zum Großteil aus Mitarbeitern beider Konzerne zusammensetzen. Darüber hinaus sollen 100 neue Stellen geschaffen werden, die extern besetzt werden sollen, sobald das Joint Venture im weiteren Jahresverlauf seine Arbeit aufgenommen hat. Hauptsächlich werden Ingenieure mit Spezialisierung in den Gebieten Elektromobilität und Elektronik gesucht.

Das Hybrid-Joint-Venture ist nicht die erste Kooperation der beiden Autohersteller: BMW und PSA Peugeot Citroen arbeiten bereits seit einigen Jahren bei Motoren zusammen. Zwischen 2006 und 2010 wurden gemeinsam mehr als 1,8 Mio Motoren hergestellt, die in Modellen der Marken Mini, Peugeot und Citroen verbaut werden. Seit Beginn des vergangenen Jahres entwickeln die beiden Unternehmen außerdem die nächste Generation des gemeinschaftlich konzipierten 4-Zylinder Benzinmotors, der den verschärften Abgasvorschriften in Europa (Euro-6-Norm) Rechnung trägt.

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