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Spritzgießmaschinenbauer Engel bringt seine System- und Automatisierungskompetenz in die Kooperation ein. Fill ergänzt das Produktportfolio im Bereich der Preform-Herstellung und Bearbeitung. Bild: Engel/Fill

Im Rahmen ihrer Kooperation wollen die beiden oberösterreichischen Unternehmen weltweit maßgeschneiderte Systemlösungen für die industrielle Fertigung von Faserkunststoffverbundbauteilen realisieren. Franz Füreder, Leiter der Business Unit Automotive von Engel Austria, sieht in dem Agreement vor allem auch eine Möglichkeit „ . . . die Industrialisierung von Composite-Prozessen noch schneller voranzutreiben.“ In Fill, der vor allem die Automatisierung der Compositefertigung voranteibt, habe man „einen Partner gefunden, der mit seinen Technologien ebenfalls weltweit führend ist und wie Engel einen Schwerpunkt auf die Forschung und Entwicklung setzt.“ Auf der internationalen Leistungsschau der Composite-Technologien JEC im März 2014 präsentierten die Fill-Experten die Bandbreite ihrer Kompetenzen vom Legeprozess für trockene Gelege über die Automation von Ultraschallanwendungen bis zu CNC-Röntgenprüfanlagen für Großteile. „Nur mit fortschrittlichen Automatisierungs-Lösungen, die auf die industriellen Anforderungen zugeschnitten sind, werden Unternehmen mit ihren Produkten eine neue Leistungsstufe erreichen“, betonte Wilhelm Rupertsberger, Leiter des Kompetenz Centers Kunststoff bei Fill, im Umfeld der JEC Show.

Bauteile aus Faserkunststoffverbundwerkstoffen (FKV) spielen im automobilen Leichtbau eine Schlüsselrolle. Die größte Herausforderung besteht aktuell darin, wirtschaftliche Prozesse für die Serienfertigung der innovativen Composite-Bauteile zu entwickeln.
Mit seiner hohen System- und Automatisierungskompetenz bringt der Spritzgießmaschinenbauer Engel hierfür bereits einen entscheidenden Erfolgsfaktor mit. Fill ergänzt das Produktportfolio von Engel im Bereich der Preform-Herstellung und Bearbeitung. „Die interdisziplinäre Kompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von FKV-Projekten“, so Engel Austria-Manager Füreder. „Nur wenn Werkstoffe, Konstruktion und die Verarbeitungsschritte optimal ineinandergreifen, können wir die von der Automobilindustrie geforderte Produktivität und Kosteneffizienz erreichen.“
Bereits seit vielen Jahren arbeitet Engel im Bereich des automobilen Leichtbaus mit Partnerunternehmen, Universitäten und weiteren Forschungseinrichtungen zusammen und hat 2012 am Sitz seines Großmaschinenwerks in St. Valentin, Österreich ein eigenes Technologiezentrum für Leichtbau-Composites gegründet. Hieraus ging auch die Kooperation mit Fill hervor. Die beiden Partner haben bereits erste Projekte für internationale Automobilkonzerne erfolgreich realisiert.

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Christian Klein