Endmontage der neuen Mercedes-Benz S-Klasse in Sindelfingen.

Die neue S-Klasse feierte ihre Weltpremiere Mitte April auf der Auto Shanghai und wird ab Mitte Juli in den europäischen Märkten eingeführt. Bild: Daimler

Ein Auto fährt selbstständig vom Band und steuert den etwa 1,5 Kilometer entfernten Verladeparkplatz an. Vom Fahrer hinter dem Steuer keine Spur. Was sich nach reiner Fiktion anhört, wird dieser Tage im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen Realität. Der Premiumautobauer startet einen Pilotversuch zum automatisierten Fahren in der Produktion. Geprobt wird an der neuen S-Klasse. 

Kameras, Radar- sowie Ultraschallsensoren und eine leistungsfähige Software beschleunigen und bremsen die S-Klasse selbstständig und halten zuverlässig die Spur. „Damit gehen wir den nächsten Schritt in der Digitalisierung“, sagte Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, und wagt einen Ausblick in die Zukunft: „Vielleicht findet in einer nicht allzu fernen Zukunft ein Mercedes-Benz allein den Weg vom Band zu seinem neuen Besitzer.“

Bis es soweit ist, bleiben Kraftfahrer an der Tagesordnung: Derzeit steuern Mercedes-Mitarbeiter die fertigen Fahrzeuge in der Regel manuell von den Montagehallen zu den Verladeparkplätzen. Ein Shuttle-Verkehr bringt die Mitarbeiter wieder zum Ausgangspunkt zurück. Sollten die Autos bald alle autonom von der Halle zum Parkplatz fahren, könnte dieser Schritt bald der Vergangenheit angehören.

S-Klasse fährt ohne Fahrer vom Band