Nissan Qashqai Sunderland

Zur Auslastung des Werks in St. Petersburg und um die Folgen des schwachen Rubel abzufedern, soll der bislang aus Sunderland (Bild) importierte Wagen ab 2016 auch in Russland gebaut werden. Bild: Nissan

Produktionskürzungen sind der eine Weg, wie Hersteller der Russland-Krise begegnen; die Hereinnamhe zusätzlicher Modelle und damit eine Erweiterung der lokalen Fertigung ein zweites Instrument um die Folgen des schwachen Rubels abzufedern. So hatte Ford erst vor wenigen Tagen angekündigt, den Fiesta ab 2015 auch in Russland zu bauen, jetzt folgt Nissan mit der Information, dass ab 2016 auch der Qashqai im Werk in St. Petersburg gefertigt werden soll. Zu der Entscheidung zitiert Automotive News den Produktionschef von Nissan Europa, Colin Lawther, mit dem Satz, dass es “nicht mehr so interessant wie früher” sei, das Kompakt-SUV von England nach Russland zu exportieren. Hauptgrund sei der schwache Rubel. Zwar rechne man im kommenden Jahr mit einem Ende der Talfahrt, allerdings hegt man wohl auch keine Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung.

Bei IHS Automotive mutmaßt man zudem, dass das Nissan-Werk in St. Petersburg eine weiteres Modell braucht, um dieses nur annähernd auszulasten. Mit dem Produktionsstart des x-Trail jetzt sollte die jährliche Fahrzeugfertigung auf 100.000 Einheiten nahezu verdoppelt werden. Selbst mit dem Qashqai dürfte dieses Ziel nach Einschätzung von IHS nicht vor 2022 erreicht werden.

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Frank Volk