Nissan Qashqai Sunderland

Ein neuer Nissan Qashqai mit Bauteilen aus dem Werk in Sunderland mit einigen Mitarbeitern des Projektteams und Produktionspersonal. Neben Bauteilen für das Modell Qashqai werden auch Komponenten für die Modelle Juke und Note in der automatisierten Pressenanlage produziert. Bild: AP&T, Nissan

Mit einer Jahresproduktion von rund einer halben Million Fahrzeugen pro Jahr ist das Werk von Nissan in Sunderland einer der größeren Autohersteller in Europa. Zur Anpassung an die steigende Nachfrage beschloss die Werkleitung im Jahr 2012 eine Erhöhung der Kapazität im eigenen Presswerk, damit das Unternehmen auch in Zukunft weiter wachsen kann. Dabei stand man vor der Alternative, Nissans eigenen Prozess zu modernisieren oder Karosseriebauteile zu erheblich höheren Kosten von Zulieferern zu kaufen. AP&T hat eine schlüsselfertige Lösung mit einem Platinenlader, zehn SpeedFeedern und einer Automationsanlage zum Wechsel von Werkzeugen und Greifern geliefert sowie die Verantwortung für die Projektleitung, Installation, Inbetriebnahme und Ausbildung übernommen.

Die Lösung lief darauf hinaus, die ursprünglich fünf Pressen der Tandemanlage auf vier zu reduzieren. Zusammen mit dem Platinenlader und zehn SpeedFeedern bilden sie jetzt eine voll integrierte Anlage mit hoher Leistung, die zur Herstellung von Blechbauteilen zum Beispiel für Türen, Dachteile und Heckklappen für die Automodelle Qashqai, Juke und Note eingesetzt wird. Der Pressentakt wurde im Vergleich zum früher manuellen Betrieb um 45 Prozent gesteigert, wobei es nach Angaben von AP&T noch weiteres Verbesserungspotenzial gibt. Die gesamte Zykluszeit habe man dank einer weniger komplexen Werkzeugkonstruktion ebenfalls verkürzt. Mit einer Automationsanlage zum Wechsel von Werkzeugen und Greifern wurden die Rüstzeiten halbiert, heißt es. Auch den Schallpegel habe man erheblich gesenkt, was sich positiv auf das Arbeitsumfeld auswirke.

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AP&T / fu