Nissan Micra

Auch der Micra soll bald wieder ohne Einschränkungen vom Band laufen. - Bild: Nissan

Bis Mitte April werde man die Lage überblicken können, teilte das Unternehmen am Montag mit. Man prüfe derzeit die Situation der Lieferanten, die von der Erdbebenkatastrophe direkt betroffen sind, und wolle notfalls verstärkt auf ausländische Lieferanten zurückgreifen.

Nach dem Erdbeben in Japan und seinen Folgen hatten mehrere Automobilhersteller die Produktion in Japan einschränken oder ganz herunterfahren müssen, da die Lieferung von Bauteilen aus den betroffenen Gebieten ins Stocken geraten war. Nissan hatte die Fahrzeugfertigung vergangenen Woche teilweise wieder aufgenommen. Eigenen Angaben zufolge erwartet man einen Ausfall von bisher 42.000 Einheiten. Die Wiederaufnahme der vollen Produktion ist für den 11. April vorgesehen.

Nissan fertigt 22 Prozent seiner Fahrzeuge in heimischen Werken. Der Produktionsstopp kostet den japanischen Konzern pro Tag umgerechnet etwa 17,5 Millionen Euro.

Auf den Absatz der Fahrzeuge oder deren Verfügbarkeit in Europa erwartet man keine kurzfristigen Auswirkungen. Dazu trägt die breit aufgestellte Produktionskapazität bei, die rund 80 Prozent aller verkauften Fahrzeuge dort abdeckt. Es befindet sich ein ausreichender Bestand an Fahrzeugen auf Lager, um die Kundennachfrage mindestens für die kommenden sechs Wochen zu befriedigen. Mittelfristig könnte es durch den Ausfall in Japan zu Auswirkungen in Europa kommen, über den Umfang lassen sich zurzeit jedoch noch keine Angaben machen.

Dow Jones Newswires/gk