Porsche Fertigung

Porsche sieht noch keine Lieferengpässe für die Produktion. - Bild: Porsche

Angesichts der Zerstörung durch das Erdbeben und den Tsunami sowie der atomaren Bedrohung in Japan hat Porsche seine Mitarbeiter aus den gefährdeten Gebieten abgezogen. Der Vertriebssitz sei von Tokio ins weiter entfernte Toyohashi verlegt worden, sagte Porsche-Chef Matthias Müller am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz in Stuttgart. Porsche beschäftigt insgesamt rund 50 Mitarbeiter in Japan, davon nur einen Teil in Tokio.

Lieferengpässe durch die Erdbebenkatastrophe gebe es bislang keine. “Die Versorgungskette ist im Moment gesichert”, sagte Müller. “Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Woche und nächste Woche gut überstehen, vielleicht auch übernächste Woche”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Porsche Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE, Martin Winterkorn, zugleich Chef von Volkswagen.

Porsche bezieht nach eigenen Angaben vor allem Elektronikbauteile und Getriebe aus Japan. Vor allem die Elektronikbauteile wie Abstandssensoren ließen sich jedoch auch von anderen Lieferanten beschaffen, zumal Porsche ohnehin meist mehrere Zulieferer für die gleichen Bauteile habe. Dennoch wollte Winterkorn nicht ausschließen, dass auch Porsche Probleme bekommen könnte, sollte die schwierige Lage andauern. Das verheerende Erdbeben und der folgende Tsunami haben die Produktion zahlreicher japanischer Automobilkonzerne und Zulieferer lahm gelegt. Porsche produziert keine Sportwagen in Japan.

Dow Jones Newswires/gk