Opel Mokka

Möglicherweise wird Opel die nächste Generation des Mokka in Europa bauen. Eine Entscheiddung ist allerdings noch nicht gefallen. - Bild: Opel

“Wir wollen die nächste Generation des Mokka in Europa bauen”, sagte ein Opel-Sprecher am Sonntag der dpa in Frankfurt. Entschieden sei das aber nach wie vor nicht. Er widersprach damit einem Bericht der “Automobilwoche”, wonach der Nachfolger des erfolgreich gestarteten kompakten Geländewagens Mokka definitiv in Europa vom Band laufen solle.

Opel prüft Bedingungen für eine Europa-Produktion

Bereits Ende Februar berichtete die AUTOMOBIL PRODUKTION, dass Pläne, die Produktion der nächsten Generation des erfolgreich am Markt gestarteten Kompakt-SUV Mokka aus Korea zu Opel nach Europa zu verlegen, schon weit gediehen sind. Eine Entscheidung bezüglich des Produktionsstandorts gibt es noch nicht.

Wie Peter Thom, Produktionschef von Opel/Vauxhall Europe im Interview in der aktuellen Ausgabe der AUTOMOBIL PRODUKTION bestätigte, werde derzeit intensiv geprüft, “unter welchen Bedingungen eine europäische Produktion der für Europa bestimmten Chevrolet-Modelle sinnvoll ist”.

Mokka aus Europa für Europa

Tatsächlich beraten Betriebsrat und Unternehmen angesichts der Absatzkrise seit Monaten über Möglichkeiten, die Werke in Europa besser auszulasten. Dazu gehört auch, “die Produktion von Fahrzeugen anderer Marken in den europäischen Werken”. Einerseits könnten Modelle der GM-Schwestermarke Chevrolet für den europäischen Markt in Opel-Fabriken statt in Korea gebaut werden. Andererseits könnten Opel-Fahrzeuge wie der Mokka von Asien nach Europa geholt werden.

Davon könnte möglicherweise das Werk Eisenach profitieren. Aktuell teilen sich die Opelaner in Thüringen die Corsa-Fertigung mit ihren Kollegen im spanischen Saragossa. Zu hören ist, dass der Mokka künftig in Spanien gefertigt werden könnte – im Gegenzug würde Eisenach einen größeren Teil der Corsa-Produktion übernehmen.

Das Exklusivinterview mit Opel-Produktionschef Thom lesen Sie hier!

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dpa/Frank Volk