Opel Mokka Saragossa breit

Ab 2014 wird der Opel Mokka im spanischen Werk Saragossa montiert. - Bild: Opel

Das teilte die General-Motors-Tochter am Mittwoch in Rüsselsheim mit. Dafür investiere das Unternehmen anfangs rund 80 Millionen US-Dollar (62 Millionen Euro). Rund 5.800 Arbeitsplätze in Saragossa würden gesichert und die Auslastung der europäischen Werke insgesamt verbessert. Opel -Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug begrüßte die Entscheidung, mit der eine langjährige Arbeitnehmer-Forderung umgesetzt werde.

Aktuell werden in Saragossa die Modelle Corsa und Meriva gebaut. Mit der Verlagerung des Mokka nach Europa wird das südkoreanische GM-Werk Bupyeong entlastet, in dem auch das Schwestermodell Chevrolet Trax vom Band läuft.

Zunächst sollen komplette Bausätze aus Korea zur Montage nach Spanien geliefert werden, bevor dann die Fertigungstiefe in Europa schrittweise gesteigert werde, teilte das Unternehmen mit. Opel will die Produktion des begehrten Modells schnell hochfahren: “Mit diesem Schritt können wir den Mokka in größeren Stückzahlen produzieren und unsere Kunden schneller bedienen”, erklärte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann laut einer Mitteilung. “Die Entscheidung für Saragossa folgt unserem strategischen Unternehmensziel, Fahrzeuge dort zu bauen, wo wir sie auch verkaufen”, so Neumann weiter.

Bereits im Februar berichtete die AUTOMOBIL PRODUKTION über mögliche konkrete Pläne, die Produktion der nächsten Generation des Mokka aus Korea zu Opel nach Europa zu verlegen. Zugute käme das den unter einer schwachen Auslastung leidenden Werken von Opel/Vauxhall. Wie Peter Thom, Produktionschef von Opel/Vauxhall Europe im Interview bestätigte, werde derzeit intensiv geprüft, “unter welchen Bedingungen eine europäische Produktion der für Europa bestimmten Chevrolet-Modelle sinnvoll ist”.

Erfolg für Opel-Chef Neumann

Für den neuen Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann ist die Verlagerung nach Europa ein erster Achtungserfolg im weltweiten GM-Konzern. Denn bisher sind die Forderungen der Rüsselsheimer, Opel-Modelle heimzuholen, die nicht in Europa gefertigt werden, an Widerständen im Konzern gescheitert.

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dpa/Guido Kruschke