Porsche-Chef Matthias Müller setzt auf den neuen kleine Geländewagen Cajun. (Bild: Porsche)

Porsche-Chef Matthias Müller setzt auf den neuen kleine Geländewagen Cajun. (Bild: Porsche)

Matthias Müller macht keine halben Sachen. Dem manager magazin zufolge will der neue Chef des Zuffenhausener Sportwagenherstellers vom neuen kleinen Geländewagen Cajun 60.000 Modelle pro Jahr verkaufen. Das dürfte eine andere Marke des Konzerns gar nicht gerne hören.

Der Sportwagenbauer Porsche will von dem geplanten kleinen Geländewagen Cajun offenbar deutlich mehr verkaufen als vom großen Bruder Cayenne. Porsche-Chef Matthias Müller wolle jährlich rund 60.000 Cajun an die Kunden bringen, wie das manager magazin am Donnerstag vorab aus seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Konzernkreise berichtete. Vom Geländewagen Cayenne verkaufen die Stuttgarter im Schnitt 45.000 Wagen pro Jahr.

Ein Porsche-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Müllers ambitionierte Ankündigung ist auch ein Schlag ins Kontor von Audi. Die beiden Marken haben seit der Übernahme von Porsche um entscheidende Kompetenzen im VW-Konzernverbund gerungen: Porsche hat ab sofort die Hoheit für die Sportwagen- und die Limousinen-Plattform (mit Heckantrieb), wogegen Audi die Plattform für die großen Geländewagen, wie den Q7, verantwortet.

Ob das Audi-Chef Rupert Stadler freut, darf zumindest bezweifelt werden. Immerhin definiert sich Audi als sportlicher Premium-Hersteller.

Porsche will seine Verkaufszahlen bis 2018 auf mehr als 200.000 Autos pro Jahr verdoppeln. Dabei soll auch der kleine Geländewagen helfen, der frühestens 2013 auf den Markt kommt und dem Vernehmen nach in Leipzig gebaut werden soll. Die endgültige Standort-Entscheidung soll auf der Aufsichtsratssitzung im März fallen.

Bild: © Porsche
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