Toyota Fertigung

Toyota produziert seit Donnerstag in sieben Werken wieder Autoteile. - Bild: Toyota

Die Branche verfolgt die Entwicklung in Japan aufmerksam, da das Land Teile und Fahrzeuge in Werke und an Händler weltweit liefert.

Toyota produziert seit Donnerstag in sieben Werken wieder Autoteile. Die Fahrzeugmontage sei bis zum Dienstag ausgesetzt. Insgesamt beziffere der größte Autobauer der Welt den Produktionsausfall auf 95.000 Fahrzeuge, sagte eine Sprecherin des Konzerns.

Die Mitsubishi Motors Corp, in deren drei Werken in Japan am Donnerstag und Freitag gearbeitet wurde, stellt die Produktion von Samstag bis Montag ein. Montag ist Feiertag in Japan. Am Dienstag würden die Bänder wieder angefahren, und dann werde über den Produktionsplan ab Mittwoch entschieden.

Daimlers japanische Lkw-Tochter Mitsubishi Fuso Truck hat nach dem schweren Erdbeben und dem verheerenden Tsunami die Produktion für diese Woche gestoppt.

Mazda nimmt die Produktion von Autos und Ersatzteilen in den japanischen Autowerken in Hiroshima ab Dienstag vorübergehend wieder auf. Eine Entscheidung über eine endgültige Wiederaufnahme der Produktion soll so rasch wie möglich getroffen, teilte die Mazda Motor Corp am Freitag weiter mit.

Nach der Erdbebenkatastrophe im Nordosten Japans hatte Mazda die Produktion in Hiroshima zunächst bis zum 21. März gestoppt. Das Mazda-Werk und der Verschiffungshafen hätten die Naturkatastrophe unbeschadet überstanden. Nun liege der Fokus darauf, die Logistikkette mit den Zulieferern wieder zu reaktivieren.

Der japanische Kleinwagenhersteller und VW-Partner Suzuki hat die Produktion in allen japanischen Werken bis Montag unterbrochen.

Honda hat ihre US-Händler vorgewarnt. Sie sei nicht sicher, ob sie in bestimmten Werken in Japan vor Mai wieder mit voller Auslastung produzieren könne. Für einige Modelle nimmt das Unternehmen keine Bestellungen mehr an. Die Unterbrechung der Fertigung seit dem 14. März führe zu Produktionsausfällen von 27.000 Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie 4.000 Motorrädern, hieß es.

Der japanische Hersteller kündigte am Freitag an, man prüfe die Möglichkeit, ab Montag wieder Teile zu produzieren. Die Montage von Automobilen und Motorrädern stehe bis Mittwoch still, da einige Zulieferer nicht liefern könnten.

Auf die Aktivitäten von Honda in Nordamerika hat das Erdbeben bisher kaum Auswirkungen. Denn der Konzern fertigt rund 80 Prozent der in dem Land verkauften Fahrzeuge auch vor Ort. Bei Toyota und Nissan sind es rund 70 Prozent.

Als erster der US-Hersteller ist inzwischen General Motors von den Folgen des Erdbebens betroffen. GM will wegen Mangel an Teilen eines japanischen Zulieferers in der kommenden Woche ein Werk in Shreveport vorübergehend stilllegen, in dem kleine Pickup-Trucks montiert werden.

Die französische Renault SA hat angekündigt, die Renault Samsung Motors Corp werde die Fahrzeugproduktion in ihrem Werk im südkoreanischen Busan wegen möglicher Lieferengpässe drosseln.

Dow Jones Newswires/gk