Saab Fertigung

Saab hat heute die Produktion in seinem Werk in Trollhättan wieder aufgenommen und für den ersten Produktionstag etwa 100 Fahrzeuge vorgesehen. - Bild: Saab

Das kündigte Saab-Manager Gunnar Brunius bereits gestern in der Wirtschaftszeitung “Dagens Industri” an. Der Autohersteller hat heute die Produktion in seinem Werk in Trollhättan wieder aufgenommen. Für den ersten Produktionstag seit dem 6. April ist die Fertigstellung von circa 100 Fahrzeugen vorgesehen. Saab Automobile plant, die Tagesproduktion in den kommenden Wochen parallel zur vollständigen Wiederherstellung der Lieferkette weiter hochzufahren.

Nach dem Wiederanlauf der Produktion wird sich Saab Automobile verstärkt auf die Fertigung und Auslieferung der Fahrzeuge konzentrieren, die Kunden rund um den Globus bestellt haben. Die Gesamtzahl der offenen Bestellungen aus den weltweiten Märkten beläuft sich im Werk Trollhättan auf über 6.500 Fahrzeuge. Das Gesamt-Auftragsbuch umfasst nach Firmenangaben über 8.100 Fahrzeuge; darin enthalten sind rund 1.600 Bestellungen für den Saab 9-4X. Die Zahl schließt die fast 1.300 Bestellungen durch Pang Da Automobile ein, für die 30 Millionen Euro im Voraus bezahlt wurden.

Angesichts des ersten vom Band rollenden Fahrzeugs sagte Victor Muller (CEO und Chairman von Saab): „Dies ist ein bedeutender Trag für unser Unternehmen. Es ist großartig zu sehen, dass der Betrieb weitergeht. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten hart daran arbeiten, Vertrauen wiederzugewinnen.“

Gunnar Brunius fügte hinzu: „Ich freue mich, unser Werk wieder in Betrieb zu sehen. Für uns alle bei Saab Automobile ist dies ein wichtiger Moment, besonders für die loyalen Mitarbeiter hier im Werk, die diesem Tag entgegengefiebert haben.”

Saab hat nach Angaben aus Branchenkreisen Schulden in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Die ehemalige General-Motors-Tochter Saab schreibt seit 20 Jahren rote Zahlen. Spyker kaufte die schwedische Traditionsfirma 2010 für 400 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr verkaufte Saab etwas mehr als 30.000 Autos und verfehlte damit das selbst gesteckte Ziel von 50.000 Fahrzeugen. Das für den Wiederbeginn nötige Kapital von 30 Millionen Euro stellte der chinesische Autogroßhändler Pang Da.