Beim Spatenstich in Rumänien (v.l.n.r.) ?General Manager Rumänien Alin Stavariu, Schlemmer-CEO Josef Minster, Schlemmer-CFO Christian von der Linde?

Beim Spatenstich in Rumänien (v.l.n.r.): General Manager Rumänien Alin Stavariu, Schlemmer-CEO Josef Minster, Schlemmer-CFO Christian von der Linde

“Im Rahmen der zweiten Erweiterung seit Werkseröffnung im Jahr 2004 errichten wir eine weitere Halle mit rund 4.000 Quadratmetern Fläche. Hier wird Schlemmer Rumänien in Zukunft auch Spritzguss-Produkte fertigen und darüber hinaus die Produktionskapazität für Wellschläuche nochmals erhöhen”, so Schlemmer-CEO Josef Minster beim Baubeginn, der bereits ab März 2015 eine deutliche Ausweitung der Produktionskapazitäten und des Produktportfolios ermöglichen soll. Schlemmer Rumänien fertigt aktuell rund 70 Millionen Meter Wellschlauch im Jahr für die beiden großen Geschäftsbereiche Automotive und Industrie.

Das Unternehmen strebt mit der Werkserweiterung eine Verdopplung des Umsatzes in Satu Mare an. “Sowohl der osteuropäische Markt, als auch die aktuelle Auftragslage für Deutschland und andere Länder haben diese Erweiterung dringend notwendig gemacht”, ergänzte CFO Christian von der Linde.

In den vergangenen Monaten hatte Schlemmer bereits seine weltweit einzigartige, mobile Fabrik in Rumänien zum Einsatz gebracht, um Produktionsengpässe auszugleichen. Diese völlig autark arbeitende Extrusionsanlage in einem Spezialcontainer kann auf einen LKW verladen werden und an einem beliebigen Standort rund um die Uhr fertigen. Der Ausstoß beträgt bei einem durchschnittlichen Wellschlauch, der mit 22 Meter pro Minute produziert werden kann, im Drei-Schicht-Betrieb maximal 62.000 Meter pro Tag.

Wenn alles nach Plan verläuft, sollen noch vor Einbruch des Winters alle Außenanlagen fertig gestellt sein, um dann während der Wintermonate die Produktionstechnik in der neuen Halle installieren zu können. Bei den Produktionsmaschinen setzt Schlemmer auf bewährte Systemlieferanten, während man bei der Installationstechnik und Steuerung auch mit lokalen Unternehmen vor Ort zusammen arbeitet.

Auch die Mitarbeiterzahl in Satu Mare wird im Jahr 2015 an die erweiterte Produktion angepasst: sie soll von jetzt 120 auf 210 wachsen. Alin Stavariu, General Manager des Standortes Rumänien, erklärt: “Wir haben hier in Rumänien eine hoch motivierte Mannschaft aufgebaut, die nicht nur das gemeinsam festgelegte Ziel der Umsatzverdopplung voll mitträgt. Von den 2 Hektar Land, die wir zugekauft haben, werden nach der aktuellen Erweiterung erst 50 Prozent genutzt – eine weitere Expansion durch einen dritten Bauabschnitt wird also sicher nicht am Platzmangel scheitern.”

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Schlemmer/ks