Schuler MMS

Das Machine Monitoring System (MMS) von Schuler erhöht die Verfügbarkeit und verbessert die Produktions- sowie Teilequalität. Bild: Schuler

Mit dem Machine Monitoring System (MMS) der Zukunft, für das Schuler zur EuroBLECH ein Modell präsentierte, will man neue Einblicke in Pressen gewähren: Mit Hilfe einer umfassenden Anlagenüberwachung lassen sich die Verfügbarkeit erhöhen, die Produktions- und Teilequalität verbessern und der Energiebedarf senken, so die Experten von Schuler. Das MMS gehört zum Smart Press Shop, in dem Schuler Lösungen zur Vernetzung in der Umformtechnik sammelt.

In dem Modell zur Anlagenüberwachung werden verschiedene bestehende Lösungen zusammengeführt. Fester Bestandteil des MMS ist die intelligente Diagnose, die physikalische Größen und steuerungstechnische Zustände bei bestimmten Ereignissen automatisch archiviert und auswertet. Dies ermögliche eine schnelle Fehler-Analyse, so die Experten. Die Zustandsüberwachung kontrolliert die Anlage in regelmäßigen Abständen auf Schäden und Verschleiß, beispielsweise anhand von Drehmomentverläufen und Körperschallanalysen. Dank dieser zustandsorientierte Instandhaltung muss eine Komponente laut Schuler erst dann ausgetauscht werden, wenn sie auch tatsächlich am Lebensende angelangt ist.

Bei der Prozessüberwachung steht laut Schuler der Maschinenschutz im Vordergrund. Zur Energieüberwachung gehört die Erfassung und Auswertung aller Messgrößen, die für die Energieeffizienz und Netzqualität relevant sind – wie etwa Leistungsaufnahme, Spannungseinbrüche oder Oberwellen. So können Anlagenbetreiber nicht nur Energiekosten einsparen, sondern unter Umständen auch Investitionszuschüsse und günstige Darlehen erlangen. In die Betriebsdatenerfassung fließen alle geplanten und ungeplanten Stillstände einschließlich ihrer Ursachen dafür, die Fehlermeldungen, die Soll-/Ist-Produktion und die Qualität der Teile. Auf diese Weise erhalten die Anlagenbetreiber eine Übersicht des Produktionsstatus und die Grundlage zur Berechnung der Gesamt-Anlageneffektivität (Overall Equipment Efficiency oder kurz OEE). Nicht zuletzt werden für jedes produzierte Teil alle Daten erfasst und archiviert, die für die Qualität maßgeblich sind. Das befähige den Hersteller dazu, den unter anderem bei Sicherheitsbauteilen erforderlichen Nachweis zu erbringen, so die Schuler-Experten.