Skoda setzt im Komponentenwerk Vrchlabí auf Smart-Handling-Roboter.

Mit einem Smart-Handling-Roboter will Skoda die Digitalisierung der Produktion vorantreiben. Das System entnimmt, hebt und positioniert geschmiedete Getriebewellen zur weiteren Bearbeitung. Bild: Skoda

Bei dem Smart-Handling-System handelt es sich laut Skoda um eine Eigenentwicklung. Von der ersten Machbarkeitsstudie bis zum Einsatz im Serienbetrieb seien lediglich elf Monate vergangen. Mehrere Abteilungen haben das System gemeinsam entwickelt und implementiert. In der Getriebefertigung im Komponentenwerk Vrchlabí fertigt die Volkswagen-Tochter täglich mehr als 2.300 Einheiten des automatischen 7-Gang-Direktschaltgetriebes (DSG) DQ200.

Zu Beginn des Fertigungsprozesses liefern autonome Roboter geschmiedete Rohteile für Getriebewellen in Behältern an die CNC-Bearbeitungslinien. Geleitet werden sie dabei durch Sensoriktechnologien des Internet of Things (IoT). Der neue Smart-Handling-Roboter entnimmt die Rohteile aus den Behältern und platziert sie auf dem Zuführband der Bearbeitungsmaschine. Anschließend entnimmt er die bearbeiteten Getriebeteile und legt sie in einen Transportkorb. Bei beiden Arbeitsschritten bewegt der Roboter pro Schicht jeweils ein Gesamtgewicht von 900 Kilogramm. Die Beschäftigten, die diese körperlich schwere Arbeit zuvor erledigten, übernehmen nun Aufgaben wie Werkzeugwechsel und Messvorgänge.

Der Prozess basiert auf digitaler Bilderkennung

Eine 3D-Kamera erfasst die Position der zufällig angeordneten Schmiedeteile im Behälter. Auf Grundlage des Kamerabildes ermittelt ein Algorithmus, welches der Teile für den Greifer jeweils optimal zu erreichen ist und berechnet anschließend die dafür nötigen Bewegungen. Der Roboter legt das Rohteil zur Bearbeitung bereit und entnimmt es danach wieder, um es in einem Transportkorb abzulegen. Sobald dieser voll ist, wechselt der Roboter seine Greifvorrichtung und stellt den Korb zur Abholung bereit. Der gesamte Prozess verlaufe hocheffizient und vollständig automatisiert, heißt es bei Skoda. Ein weiteres autonomes Transportsystem bringt bearbeitete Teile aus dem Bereich der mechanischen Bearbeitung ins Messzentrum, wo deren präzise Vermessung erfolgt.

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