Škoda Auto Transportroboter von Omron

Škoda Auto setzt im Werk Vrchlabí einen vollautonomen Transportroboter vom Omron ein. Bild: Omron

Wie die Experten für Industrieautomatisierung von Omron mitteilen, setzt Skoda Auto im Komponentenwerk Vrchlabí ab sofort einen vollautonomen, selbstlernenden Transportroboter ein. Dieser ist in der Lage, auf seinem Weg durch das Werk Hindernisse zu erkennen und in Echtzeit weitere Informationen aus der Umgebung in seine Streckenplanung einzubeziehen. Der Robo-Einsatz sei Teil der Digitalisierung der Fertigung als ein zentraler Eckpfeiler der Strategie 2025 des OEMs, heißt es dazu. Der Transportroboter transportiert bis zu 130 Kilogramm Fracht auf einmal und wählt die richtigen Wege voll autonom. Anders als herkömmliche fahrerlose Transportsysteme benötigt er keine Spurführung durch Induktionsschleifen, Magnetstreifen oder Reflektoren. Zum Erlernen der Route wird das Fahrzeug per Tablet oder Joystick lediglich einmal die Strecke zwischen den Stationen entlanggeführt. Dabei erfasst es Umgebung sowie Veränderungen in seinem Umfeld eigenständig und ändert bei Bedarf seine Route.

120 Fahrten und 35 Kilometer täglich

Im Gegensatz zu anderen Systemen, die bei Skoda Auto zum Einsatz kommen, passe dieses System seine Route auf Grundlage der Informationen aus seiner Umgebung sofort an, ohne dass er dabei anhalten müsse, hört man von Omron. Falls der vollautonome Roboter feststelle, dass er auf seiner Route an einer bestimmten Stelle regelmäßig auf Hindernisse treffe, ändere er seine Route dauerhaft.
Täglich absolviert der Roboter rund 120 Fahrten und legt auf seiner Route zwischen mechanischem Messzentrum und Bearbeitungsmaschinen eine Distanz von insgesamt 35 Kilometern zurück. „Der erste vollautonome Roboter bei Skoda Auto kommt ganz bewusst im Werk Vrchlabí zum Einsatz. Damit unterstreichen wir einmal mehr die zentrale Bedeutung dieses Werkes als topmoderner Hightech-Standort“, sagt Skoda auto-Vorstand für Produktion und Logistik, Michael Oeljeklaus. „Mit dem neuen Transportsystem setzen wir die Einführung technologischer Innovationen in unseren Werken im Sinne der Industrie 4.0 konsequent fort“, so Oeljeklaus weiter.