Toyota Produktion des Auris 2013

Toyota tritt bei dem Aufbau weitere Produktionskapazitäten kürzer. Bis 2016 sind keine weiteren Werke geplant. Bild: Toyota

Im abgelaufenen Fiskaljahr hatte Toyota als erster Autobauer weltweit mehr als 10 Millionen Fahrzeuge innerhalb eines Jahres verkauft, nun scheint die Zeit der großen Wachstumssprünge durch die Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten vorbei zu sein. Wie Toyota-Vizepräsident Nobuyori Kodaira vor Journalisten in Tokyo sagte, werde man bis 2016 keine weiteren Autofabriken bauen. Das erwartete Absatzwachstum vor allem in China soll über vorhandene Produktionskapazitäten abgedeckt werden. Der japanische Hersteller setzt hier auf flexible Lösungen seiner Produktionsplaner. Kodaira bezeichnete den Bau neuer Werke als “einfachste Lösung für Unternehen mit dem entsprechenden Kapital”. Das hat man zwar bei Toyota, in der Produktion setze man aber nun auf kreative Lösungen, um vorhandene Kapazitäten noch besser auszunutzen. Im laufenden Fiskaljahr, das Ende März 2015 endet, rechnet Toyota mit einem moderaten Absatzwachstum um 117.000 Einheiten auf 10,13 Millionen Fahrzeuge.

Die Zurückhaltung der Japaner beim Aufbau weiterer Prdouktionskapazitäten spiegelt sich auch in neuen Prognosen von IHS Automotive wieder: Weitete Toyota zwischen 2009 und 2013 die weltweite Produktion um 2,8 Millionen Einheiten aus und lag damit auf Rang drei hinter VW (+3,4 Millionen Einheiten) und GM (+3,2), tauchen die Japaner im Betrachtungszeitraum 2013 bis 2021 nicht mal mehr unter den Top Ten der Hersteller mit dem höchsten Produktionszuwachs auf. Auf Platz 1 bleibt nach Zahlen von IHS Automotive der Volkswagen-Konzern mit einem Produktionsplus von 2,5 Millionen Einheiten, gefolgt von Renault-Nissan (+2,3 Mio) und Honda (+1,3 Mio).

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Toyota Produktion

Frank Volk