Toyota Lackzerstäuber

Toyota hat eine neue Technologie für das Lackieren von Fahrzeugen entwickelt. Statische Elektrizität mache den Prozess effizienter und umweltschonender. Hier schematische Darstellungen beider Verfahren. Bild: Toyota

| von Jonas Rosenberger

Im Gegensatz zu konventionellen Lackzerstäubern nutzt die Neuentwicklung des japanischen Autobauers Elektrostatik anstelle von Luft. Die Änderung habe den Vorteil, dass mehr als 95 Prozent der ausgesandten Partikel auch am Fahrzeug haften bleiben. Bei üblichen Geräten seien es nur 60 bis 70 Prozent, so Toyota. Die Methode wird beispielsweise auch bei Schönheitsbehandlungen verwendet, um fein zerstäubte Mengen an Flüssigkeit aufzutragen. Dies übertragt der OEM nun auf das Lackieren von Fahrzeugen übertragen.

Bei dem neuen Verfahren dreht sich der Düsenkopf und erzeugt durch die Zentrifugalkraft sowie die daraus entstehende Reibung der Partikel die notwendige Statik. Um die Höhenunterschiede des Fahrzeugkörpers in Bezug zur Entfernung von der Düse auszugleichen, passt das System automatisch die Stromstärke an. Dadurch soll es möglich sein, den Lack hochwertig und gleichmäßig aufzutragen. Zudem sollen sich die CO2-Emissionen der Unternehmensgruppe mit der Methode um rund sieben Prozent senken lassen.

Der "Airless"-Lackzerstäuber kommt bereits in den Toyota-Werken Takaoka und Tsutsumi zum Einsatz. Weitere Produktionsstätten sollen folgen. Eine Ausweitung auf weitere Konzerntöchter sowie eine Lizenzierung für andere Unternehmen ist ebenfalls denkbar.