VW Produktion Wolfsburg

Für das dritte Quartal würden derzeit Sonderschichten im Stammwerk Wolfsburg vereinbart. - Bild: VW

Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte der “Braunschweiger Zeitung”, für das dritte Quartal würden derzeit Sonderschichten vereinbart. Auch in den Werksferien im Sommer wird in Wolfsburg weiter gearbeitet.

Osterloh forderte zugleich Investitionen in den Karosseriebau bei der Golf-Fertigung in Wolfsburg, um flexibler auf die Nachfrage reagieren zu können. Wegen Engpässen dort könne die Golf-Produktion in Wolfsburg nicht erhöht werden. “Deshalb fordern wir, bevor wir darüber reden, Stückzahlen nach Nordamerika zu geben, dass wir die Investitionen für eine höhere Flexibilität im Karosseriebau bekommen – und damit nachhaltige Sicherheit für die Arbeitsplätze.”

Der Betriebsrat hatte bereits in der vorigen Woche bei einer Betriebsversammlung vor Produktionsverlagerungen in die USA gewarnt. VW hatte Ende Mai in Chattanooga in den USA ein neues Werk eröffnet, in dem eine abgespeckte Version des Passat für den US-Markt vom Band rollt, die billiger produziert und verkauft wird als in Deutschland.

Die neue Fabrik soll zunächst 150.000 Autos pro Jahr bauen, könnte aber noch erweitert werden. VW will bis spätestens 2018 größter und profitabelster Autobauer der Welt werden und fährt daher weltweit auf Expansionskurs.

dpa-AFX/Guido Kruschke