Volvo S60

Probleme bei der Teilezulieferung können die Produktion bei Volvo gefährden. - Bild: Volvo

Der Lagerbestand einiger Autoteile reiche nur noch für eine Woche, teilte das schwedische Unternehmen am Donnerstag mit. Volvo warnte sogar davor, dass die eigene Produktion beeinträchtigt werde, sollte der Teile-Bestand nicht bald wieder aufgefüllt werden können.

Volvo bezieht etwa 10 Prozent der Autoteile aus dem von Erdbeben, Tsunami und Atomgefahr gebeutelten Japan. Fehlende Komponenten gebe es insbesondere im Elektronikbereich, etwa für Audio- und Navigationssysteme. Ein Volvo-Sprecher sagte, sieben japanische Zulieferer säßen in der betroffenen Region und hätten die Produktion eingestellt. Namen wollte der Sprecher nicht nennen.

Möglich sei, den Bau von Fahrzeugen fortzusetzen und die fehlenden Teile erst später nachträglich einzubauen. Dies werde jedoch nur für eine begrenzte Zeit funktionieren, sagte der Sprecher. Unfertige Autos könnten schließlich schlecht ausgeliefert und müssten auch irgendwo geparkt werden.

Volvo ist damit der erste europäische Hersteller, der vor Problemen durch das Beben in Japan warnt. Andere Hersteller haben bislang nur darauf hingewiesen, dass sie die Situation prüfen oder dass sie nicht betroffen sind. Porsche etwa erwartet diese und nächste Woche keine Liefer-Engpässe. Für BMW ist es aktuell noch zu früh, um mögliche Probleme in der Lieferkette auszumachen. Bei Peugeot gibt es noch keine Lieferprobleme

Dow Jones Newswires/gk