Opel Eisenach

Mitarbeiter beklagen, dass sie durch den Wechsel zum Zwei-Schicht-Betrieb zu Jahresbeginn 2013 Lohneinbußen zwischen 600 und 1.000 Euro monatlich hinnehmen mussten. - Bild: Opel

Die Mitarbeiter des Werks wehren sich dagegen, dass ihnen durch die abgeschafften Nachtschichten ein Zuschlag von 25 Prozent gestrichen wurde. “Nach den gescheiterten Güteterminen wird am 13. November 2013 in einem ersten Kammertermin weiter verhandelt”, kündigte Gerichtsdirektor Armin Kolle am Montag in Eisenach an. 37 Klagen von Opel-Mitarbeitern liegen den Angaben zufolge inzwischen beim Gericht. Auch bei zwei weiteren Treffen war es nach Gerichtsangaben zu keiner Einigung gekommen.

Mitarbeiter müssen Lohneinbußen hinnehmen

Die Mitarbeiter beklagen, dass sie durch den Wechsel zum Zwei-Schicht-Betrieb zu Jahresbeginn 2013 Lohneinbußen zwischen 600 und 1.000 Euro monatlich hinnehmen mussten. Die Nachtschicht hätte nicht per Anweisung abgeschafft werden dürfen, argumentieren sie. Dafür sei eine Änderungskündigung nötig. Nachtschichtler hätten auch im Falle von Vertretungen in den beiden Tagschichten immer den 25-prozentigen Aufschlag bekommen, machten die Kläger am Montag ein Gewohnheitsrecht geltend. Der beklagte Arbeitgeber sieht keinen Grund für eine Entschädigung und hat in allen Fällen eine Klageabweisung beantragt.

Die Abschaffung der Nachtschicht war mit einer Absatzflaute begründet worden. Die Reduzierung war 2012 beschlossen worden, nachdem der Absatz des Corsa vor allem in Südeuropa massiv zurück gegegangen war. Im Eisenacher Opelwerk sind etwa 1.600 Menschen beschäftigt.

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dpa/Guido Kruschke