Ceratizit-Klenk_Übernahme

Gemeinsam Richtung Wachstum: Karlheinz Wex, Co-Vorstandsvorsitzender Ceratizit S.A., Horst Klenk, Geschäftsführer des gleichnamigen Werkzeugherstellers und Thierry Wolter, Vorstandsmitglied der Ceratizit Goup (v.l.) Bild: Ceratizit


„Unser Ziel ist es, als globaler Premium-Player für alle Zerspanungswerkzeuge wahrgenommen zu werden“, erklärt Thierry Wolter, Vorstand der Ceratizit Group. Klenk seinerseits profitiere vom globalen Vertriebsnetz der Ceratizit Group und ihrer starken Präsenz im Weltmarkt. In der Fertigung könne Klenk überdies auf Stäbe und Rohlinge der Kompetenzmarke Toolmaker Solutions by Ceratizit zurückgreifen. Die eigene Marke „Klenk“ des VHM-Werkzeugherstellers soll nach Angaben aus Luxemburg bestehen bleiben.

Die Übernahme durch Ceratizit wurde steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde. Über finanzielle Einzelheiten haben beide Privatunternehmen Stillschweigen vereinbart.
Von der Übernahme erhofft sich die Ceratizit Group Wachstum in wichtigen Zielbranchen, denn Klenk fertigt insbesondere Lösungen für die Luftfahrt- und Automobilindustrie sowie Medizintechnik.

Das Familienunternehmen Ceratizit mit Sitz in Mamer, Luxemburg, entwickelt und produziert hochspezialisierte Zerspanungswerkzeuge, Wendeschneidplatten und Stäbe aus Hartstoffen. Mit weltweit über 5.800 Mitarbeitern an 22 Produktionsstätten und einem Vertriebsnetz mit über 50 Niederlassungen positioniert sich Ceratizit als ein Global Player der Hartmetallbranche. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung und besitzt mehr als 600 Patente.

Klenk stellt seit 1959 Hartmetall-Zerspanungswerkzeuge her und beschäftigt am Standort Balzheim, Deutschland, 120 Mitarbeiter. Geschäftsführer Horst Klenk, Sohn des Unternehmensgründers Rolf Klenk, leitet das Unternehmen seit 1976. Über 85 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet der Vollhartmetall-Werkzeughersteller mit Sonderwerkzeugen für das Bohren, Senken, Reiben und Fräsen sowie dem Nachschleifen und diamantbeschichteten Werkzeugen. Die Lösungen werden beispielsweise zur Bearbeitung von Carbonfaser-verstärkten Kunststoffen (CFK), Titan- und Aluminium-Legierungen oder Stählen eingesetzt.

Christian Klein