Continental RingkatTurbolader

Das Antriebsgeschäft von Continental stellt auf dem Wiener Motorensymposium erstmals den RingkatTurbolader vor, eine hoch integrierte Verbindung aus Turbolader und Katalysator, die zusätzliche Vorteile im Vergleich zum separierten Einbau der Einzelkomponenten bieten soll. (Bild: Continental)

Das Technologieunternehmen Continental zeigt auf dem 40. Wiener Motorensymposium Beispiele dafür, wie unterschiedliche Antriebsvarianten weiter verbessert werden können. Die Realität beim Pkw-Antrieb laute Vielfalt, hört man von den Powertrain-Experten des Unternehmens. Beim Einsatz von alternativen Antrieben komme es auf deren Einsatzzweck an und über diesen bestimmen vor allem die Märkte, nicht allein die Politik, heißt es weiter. „Autofahrer wählen die Mobilität, die sie für ihre Lebenssituation und ihr lokales Umfeld benötigen. Wir befinden uns in einer generellen Transformation im Antriebsbereich und im Interesse einer uneingeschränkten, sauberen Mobilität unterstützen wir alle Antriebsformen“, sagt Andreas Wolf, Leiter Continental Powertrain.

Der RingkatTurbolader ist eine Weiterentwicklung des RAAX-Turboladers und der Ringkatalysator-Technologie von Continental. Mit dieser Weltneuheit will das Unternehmen die motorische Effizienz bei Hybriden weiter steigern. Nach dem Passieren der Turbine strömt das Abgas aus dem Turbolader in ein konisches Mischrohr, an dessen Ende der Abgasmassenstrom umgelenkt wird und den ringförmigen 3-Wege-Katalysator passiert, der das Mischrohr umschließt. Bei herkömmlichen Turboladern wird das Abgas beim Verlassen der Turbine stark verzögert – es entstehen Strömungsverluste, die Wirkungsgrad kosten. Anders beim RingkatTurbolader: Ein konisches Mischrohr erlaubt eine strömungsberuhigte Ausdehnung. Außerdem wird das Abgas vom Wastegate durch einen Ringspalt um das Mischrohr herum eingeleitet und begünstige so ebenfalls eine verlustarme Mischung mit dem Abgasstrom aus der Turbine, hört man von Continental. Laut den Powertrain-Experten hat das Abgas am Eintritt in den Katalysator eine homogene Temperaturverteilung, die sich positiv auf den Katalysator-Wirkungsgrad und die Katalysator-Lebensdauer auswirke. Darüber hinaus könne das λ=1 Kennfeld erweitert werden. Der RingkatTurbolader sei somit besonders sparsam im Betrieb. „Kombiniert man ihn im Hybridfahrzeug mit der elektrischen Heiztechnik EMICAT, so verbindet man Kraftstoffeinsparung mit höchster Emissionssicherheit auch beim Kaltstart und nach längeren Motor-Aus-Phasen“, so Rolf Brück, Leiter Katalysatoren und Filter, Business Unit Powertrain Components.

Continental wird in Wien darüber hinaus die 48 Volt-Elektrifizierung thematisieren. Dazu hat man eine so genannte 48 Volt-30 kW-Power Elektrifizierung mit im Gepäck. Das System soll eine um den Faktor zwei höhere Rekupertaionsleistung und einen Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent bieten.

Continental 48 Volt 30 kW Power Elektrifizierung
Ebenfalls in Wien zu sehen ist der von Continental neu entwickelte Elektromotor zur Realisierung einer 48 Volt High Power Elektrifizierung. (Bild: Continental)

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