Michael Breme, Leiter Produktions- und Werkplanung bei der Audi AG

Gemeinsam gestalten: Audi-Mitarbeiter gestalten die Zukunft mit und leisteten einen großen Beitrag bei der Digitalisierungsstrategie, sagt Michael Breme, Leiter Produktions- und Werkplanung Audi AG. Bild: facesbyfrank / AUTOMOBIL PRODUKTION

Bis zu 50 Prozent weniger Maschinenausfallzeiten und bis zu 55 Prozent mehr Produktivität - das verspricht sich Premiumautobauer Audi von einer smarten Kombination intelligenter Technologien. Es klingt unglaublich, aber auch die Anlaufkosten könnten um die Hälfte reduziert werden. Das sind natürlich Traumwerte, die die Bilanzen der Automobilhersteller schmücken würden.

Doch wir sind erst am Beginn eines langen Weges mit vielen Hindernissen und Abbiegemöglichkeiten, die zu meistern sind. Und es geht nicht darum, einfach nur eine bestehende Maschine mit einer moderneren Maschine auszutauschen.  Hinter Begriffen wie Industrie 4.0, Smart Factory, Cyber-Physischen Systemen oder (Industrial) Internet of Things verbirgt sich eine scheinbar unüberschaubare Palette. Digitale Dienste, Big Data und wandlungsfähige Produktion sind nur einige davon. Das bedingt ein durchdachtes Konzept an Kombination und Kommunikation. Breme macht auf dem AUTOMOBIL PRODUKTION KONGRESS im Vorfeld der automatica klar, dass sich nicht nur die Hilfsmittel, sondern auch die Menschen ändern werden. Eine neue Kultur wird in die Werkshallen der OEM einziehen. Das geht zum Teil auch mit schmerzhaften Einschnitten einher. So schätzt der Audi Experte, das am Ende der Entwicklung fast ein Drittel des Fertigungspersonal nicht mehr notwendig ist, um ein Auto zu bauen.

Der Wandel kommt  - aber behutsam

Darum vollzieht sich der Wandel behutsam und sukzessive. Bei Audi gibt es viele mögliche Ansätze sowohl bei der Produktplanung als auch bei der Mensch-Roboter-Kollaboration. Das fängt mit der konsequenten Vernetzung von Produktionseinheiten an. 

Beispiel: 3 D-Druck im Vorseriencenter: Bevor ein neues Fahrzeug in Produktion geht, baut das Audi physikalische Modelle und Prototypen für die Marke, um neue Designs und Konzepte gründlich zu evaluieren. Der herkömmliche Weg funktioniert über Formen und Fräsen, um neue Designs auszufeilen. Der Einsatz von 3D-Druckverfahren ist festen fester Bestandteil und beschleunigt die Machbarkeitsprüfung. Das passt auch zum Sparprogramm das Herbert Diess in den vergangenen Tagen ausgab.

Das ist nur eine der Anwendungen in Audi Werken: Oversprayfreies Lackieren, modulare E-Motorenfertigung, Risserkennung mithilfe eines Neuronalen Netzes sind nur eine Auswahl der schon üblichen Praxis.

Und was wird aus dem Mensch? Der ist das Intelligenteste aller Systeme. Darum bestimmt er darüber, wann, was und wo intelligente Technologien den Menschen entlasten und nicht entlassen. Audi jedenfalls nimmt die Mitarbeiter mit. Sie konnten die Strategie mitgestalten. Und davon haben Sie ausgiebig Gebrauch gemacht.

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