Kfz-Versicherung

Bild: Uwe Schlick / pixelio.de

Günstige Tarife für sichere Fahrer

Die Schadenfreiheitsklasse des Kfz-Versicherers gibt an, wie viele Jahre der Versicherte bereits unfallfrei gefahren ist. Er rechnet sie nach einer festen Formel in einen Prozentsatz um, der zum Beitragssatz der Kfz-Haftpflichtversicherung und der Vollkaskoversicherung addiert wird. Je höher die Schadensfreiheitsklasse ist, umso geringer wird der hinzuaddierte Betrag. Der Versicherte muss entsprechend weniger Beiträge bezahlen. Leicht lässt dich das Ganze mit einem Kfz-Beitragsrechner nachvollziehen.

Achtung! Zwar ist die Einteilung in die einzelnen Schadensfreiheitsklassen gleich, es gibt aber Unterschiede bei den jeweiligen Schadenfreiheitsrabatten. Hier sollte man einen umfangreichen Kfz- Versicherungsvergleich zu Rate ziehen. Auf diese Weise lässt sich der günstigste Tarif für die relevante Schadenfreiheitsklasse ermitteln. Viele weitere praktische Tipps und Hinweise zum Thema Auto findet man auch unter helpster.de.

Wovon ist die Abstufung abhängig?

 

Hat man seinen Führerschein gerade erst bekommen, steigt man mit der niedrigsten Schadenfreiheitsklasse ein. Die Versicherer rechtfertigen dies damit, dass Fahranfänger in vielen Situationen unsicherer sind als routinierte Autofahrer mit mehrjähriger Fahrpraxis. Das Risiko eines Verkehrsunfalls ist entsprechend höher. Der Schadenfreiheitsrabatt eines Fahranfängers liegt in der Regel zwischen 90 und 110 Prozent. Solange er unfallfrei fährt, verbessert er sich jedoch jährlich um eine Stufe, bis er bei Schadenfreiheitsklasse 15 angelangt ist. Danach wird man nur noch jedes zweite oder dritte Jahr nach oben verschoben.

Es geht allerdings auch umgekehrt. Sobald man einen Unfall verursacht, kommt man wieder in eine niedrigere Stufe und muss einen höheren Beitragssatz bezahlen.

Merke: Mit jedem unfallfreien Jahr steigt man in der Schadenfreiheitsklasse. Bei der höchsten Stufe 35 liegt der Schadenfreiheitsrabatt bei 20 Prozent.

Übersicht über die Schadenfreiheitsklassen

Anbei ist in übersichtlicher kurzer Form aufgelistet, ab welchem Jahr man in welche Schadenfreiheitsklasse aufsteigt:

Jahre ohne Unfall Schadenfreiheits­klasse Haftpflicht-Satz in % Kasko in %
0,5 SF 1/2 120 115
1 SF 1 100 100
2 SF 2 85 90
3 SF 3 75 80
4 SF 4 65 70
5 SF 5 60 65
6 SF 6 55 60
7 SF 7 50 55
8 SF 8 50 50
9 SF 9 45 45
10 SF 10 45 40
11 SF 11 40 40
12 SF 12 40 40
13 SF 13 40 35
14 SF 14 40 35
15 SF 15 35 35
16 SF 16 35 35
17 SF 17 35 35
18 – 24 SF 18 -24 30 30
25 oder mehr SF 25 25 – 30 25 – 30

(Gesamtverband der Versicherungswirtschaft)

Schadenfreiheitsrabatte richtig schützen

675156_web_R_by_romelia_pixelio.deSelbstverständlich passieren auch routinierteren Fahrern ab und an kleinere Unfälle. Tritt beispielsweise lediglich ein Lackkratzer auf, kann es sich durchaus lohnen, den Schaden aus der eigenen Tasche zu bezahlen, ohne dabei auf die Versicherung zuzugreifen. Hierbei muss man einfach nur berechnen, ob die Reparaturkosten niedriger sind, als es eine Hochstufung bei Inanspruchnahme der Versicherungsleistung wäre. Überdies werden Sicherheitsassistenzsysteme künftig einen stärkeren Einfluss auf Unfallrisiken und damit verbundene Hoch- und Abstufungen haben. Ein gutes Beispiel ist das in diesem Artikel erläuterte Kollisionsvermeidungssystem.

Hinweis: Auch wenn die Schadenfreiheitsklasse an den Versicherungsnehmer gebunden ist, besteht mitunter die Möglichkeit, den Rabatt auf einen anderen Versicherten zu übertragen. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn sich Fahranfänger über ihre Eltern mitversichern lassen und auf diese Weise eine günstigere Einstufung bekommen.