Automechanika

Wer sich die grünen Innovationen internationaler Automobilunternehmen genauer anschauen möchte, hat hierzu vom 16. bis 20. September auf der Automechanika die Gelegenheit. – Bild: adimas – Fotolia.com

Die Automobilbranche kommt nicht zur Ruhe und das ist auch gut so. Angetrieben durch die hohe Innovationskraft ist der Markt sehr dynamisch, denn alle Hersteller haben verstanden, dass es nur noch eine Richtung gibt ? die der Mobilität der Zukunft. Der Trend zur effizienteren und umweltschonenden Mobilität schlägt sich auch in dem Konzept der diesjährigen Automechanika in Frankfurt nieder.

Neue Herausforderungen erfordern innovative Lösungen

Am 1. September 2014 trat die Pkw-Abgasnorm Euro 6 in Kraft. Was bisher nur für Lastkraftwagen verbindlich war, gilt nun auch für neu zugelassene Personenkraftwagen: Diese müssen strenge Emissionsgrenzwerte, insbesondere im Hinblick auf Partikel- und Stickoxidemissionen erfüllen. Doch selbst die angeblich sauberen Dieselfahrzeuge sind wahre Drecksschleudern und emittieren auf der Straße mehr Schadstoffe als von den Herstellern angepriesen. Während der Hype um Dieselfahrzeuge stagniert, arbeiten die Hersteller aus diesem Grund verstärkt an alternativen Antriebsmöglichkeiten, mit Fokus auf eine Verbesserung der Elektromobilität, um den strengen Vorgaben der Europäischen Union gerecht zu werden.

Die Mobilität der Zukunft als thematischer Schwerpunkt

Wer sich die grünen Innovationen internationaler Automobilunternehmen genauer anschauen möchte, hat hierzu vom 16. bis 20. September 2014 auf der Automechanika in Frankfurt die Gelegenheit. In Kooperation mit dem Bundesverband eMobilität e.V. wird erstmalig alles rund um das Thema Elektromobilität in einer Halle gebündelt. Hier präsentieren Pioniere der elektrischen Mobilität ihre Ideen und demonstrieren die Umsetzung. In Halle 10 können Fachbesucher nicht nur branchenspezifische Kontakte knüpfen, sondern auch Prototypen und spezielle Fahrzeuge testen. Thematisiert werden unter anderem Innovationen aus den Bereichen Motoren, Leichtbau, Speichertechnologien, Energieversorgung, Ladeinfrastruktur, Finanzierung und Reparatur.

Auch junge Unternehmen mit innovativen Ideen, Produkten oder Dienstleistungen, die auf der Automechanika präsent sein möchten, sind willkommen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert gemeinsam mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. die Teilnahme und übernimmt 70 Prozent der Kosten für die Standmiete und den Aufbau des Stands. Wichtig zu beachten: Die rechtzeitige Bewerbung, sowie das Ergreifen organisatorischer Maßnahmen. Zu einer angemessenen Präsentation gehört eine aussagekräftige Darbietung des Produktes oder der Dienstleistung, Informationsbroschüren, wie auch die Inszenierung und Koordinierung durch Messehostessen. Da sich in Frankfurt sich nicht nur Aussteller, sondern auch Besucher aus aller Welt versammeln, sollten sowohl die Hostessen als auch die Präsentierenden über ausreichend Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Der Hostessenservice Blank & Biehl vermittelt Hostessen mit verschiedensten Sprachkenntnissen, sodass diese auch internationale Besucher individuell betreuen können. Branchenspezifische Fremdsprachenkenntnisse der Unternehmer sind obligatorisch.

Im Folgenden die drei besten Innovationen rund um das Thema alternative Mobilität, die auf der Messe vorgestellt werden.

1. Den Oldtimer zum Elektroauto umrüsten

Nur moderne Fahrzeugmodelle können elektronisch betrieben werden? Was bisher Tatsache war, wird jetzt von dem Hamburger Unternehmen Karabag widerlegt. Mit dem simplen wie innovativen Geschäftsmodell ebnet dieses den Weg zu erschwinglicher Elektromobilität. Vom Oldtimer zum sauberen Elektroauto in nur wenigen Schritten – das ist möglich mit dem ReeVOLT-Transformationskit. Hiermit lassen sich alle gängigen Fahrzeugmodelle umrüsten und mit Elektromotor, Steuereinheit, Akku, sowie einer Bioethanol-Standheizung ausstatten. Zudem soll der eingebaute Akku ein weiteres Problem der Energiewende angehen: Die Speicherung von Ökostrom. Der Akku eignet sich nicht nur für den Einsatz auf der Straße, sondern kann auch als Speicher für überschüssige Energie, erzeugt durch eine Solaranlage, genutzt werden. Mit einem Speicher von elf Kilowattstunden kann so ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt mit Strom versorgt werden.

2. Erschwingliche Elektromobilität

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen hat in Kooperation mit dem Projekt StreetScooter eine Lösung für Unternehmensflotten geschaffen. Die preisgünstigen Fahrzeuge sind hauptsächlich für den innerstädtischen Verkehr gedacht, der Prototyp des StreetScooter Work wurde bereits von der Deutschen Post getestet. Nun hat die Hochschule dieses Konzept mit dem Forschungsprojekt KERME erweitert. Dieses soll die Elektromobilität auch für Privatnutzer attraktiver machen. Eine modulare Gestaltung soll es möglich machen, Elektromotoren unterschiedlicher Leistungen möglichst ressourceneffizient produzieren zu können und somit die Nutzung von Elektrofahrzeugen erschwinglich zu machen.

3. Prins Dual Fuel-Technologien

Marktführer Prins Autogassysteme entwickelte in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern innovative Lösungen für Autogas und Erdgas, unter anderem das System Prins Direct LiquiMax 2.0. Diese Technologie ermöglicht es Fahrzeugen mit Direkteinspritzung, den Treibstoff mit einem hohen Druck in den Zylinder zu befördern, sodass der Wirkungsgrad des Kraftstoffes deutlich erhöht wird. Demnach können die Kraftfahrzeuge bei gleicher Kraftstoffmenge effizienter fahren, da die Kohlenstoffdioxydemissionen sinken. Da das System die bereits vorhandenen Einspritzdrüsen des Benziners nutzt und nur eine minimale Modifikation der Autogasanlage erfordert, wird die Nachrüstung mit diesem vereinfacht.

gp