Autoversicherung: Wechselphase 2013 nicht verpassen! 1

Der Preiskampf, den die Versicherungsgesellschaften führen, ist hart. Um jeden Euro wird gefeilscht, jeder möchte günstiger sein als die Konkurrenz. Deswegen bieten die Versicherer immer wieder attraktive Tarife an. In vielen Fällen sind die Policen für Neukunden sogar noch günstiger als von Altkunden. Ein Wechseln lohnt sich also. Aber aufgepasst: Autoversicherung unbedingt bis 30. November kündigen! Grundsätzlich kann eine Versicherung zum Ablauf eines Versicherungsjahres, also 31.12, gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beläuft sich allerdings auf einen Monat. Demnach muss das Kündigungsschreiben bis Ende November beim Versicherer vorliegen, ein formloser Brief genügt.

Tarife im Internet vergleichen

Wer seine Autoversicherung wechseln möchte, ermittelt den günstigsten Tarif mit sogenannten Kfz-Versicherungsvergleichen. Diese findet man zum Beispiel im Internet auf den Seiten der einzelnen Versicherungsgesellschaften und auf unabhängigen Vergleichsportalen. Außerdem veröffentlichen die Finanzexperten von Stiftung Warentest in regelmäßigen Abständen, welche Police derzeit am preiswertesten ist und wie viel der Fahrer sparen kann. Ein Beispiel: Für einen 50-jährigen Audi-Fahrer, der einen umfangreichen Schutz für sein Auto wünscht, variieren die Versicherungstarife zwischen 764 und 1.501 Euro. Durch einen Wechsel zum günstigsten Anbieter (im Test: Huk-Coburg Allgemeine) könnte der Autobesitzer fast 740 Euro im Jahr sparen.

Stiftung Warentest warnt jedoch davor, sich nicht nur von Billigangeboten blenden zu lassen. Neben dem Preis dürfen die Leistungen des Angebots nicht aus dem Blick verloren werden. Basis-Tarife gehören zwar oft zu den preiswerteren Angeboten, sie garantieren Kasko-Versicherten allerdings keine hundertprozentige Kostenübernahme, wenn diese grob fahrlässig einen Schaden verursachen. Leistungsstärkere, aber dafür teurere Tarife übernehmen diese Schäden oft komplett.

Rabattretter kann wegfallen

Kunden, die eine Versicherung mit Rabattretter und die Schadenfreiheitsklasse SF 25 haben, sollten sich einen Versicherungswechsel gut überlegen. Der Rabattretter ist eine Belohnung für die Autofahrer, die lange Jahre unfallfrei gefahren sind. Verursacht der Autobesitzer doch einmal einen Haftpflicht- oder Kaskoschaden, behält er trotzdem seinen alten Beitragssatz. Die neuen Tarifverträge bieten den Rabattretter oft nicht mehr an. Zwar gibt es die Möglichkeit, einen Rabattschutz dazu zu buchen. Dafür verlangen die Versicherungsgesellschaften aber einen Aufpreis zwischen zehn und 20 Prozent. Ob sich das lohnt, muss für den individuellen Fall ausgerechnet werden.

Wichtig bei der Wahl der richtigen Police ist zudem die Deckungssumme. Die gesetzlich vorgeschriebene Summe von 7,5 Millionen Euro für Personenschäden und eine Million Euro für Sachschäden ist laut Experten zu niedrig. Der Bund der Versicherten empfiehlt eine pauschale Deckungssumme von 100 Millionen Euro.

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