Bild: Pixelmous  / pixelio.de

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Was für Arten von Lagern gibt es?

Eine Größe, die beim Bau von Lagern eine große Rolle spielt, ist der Freiheitsgrad. Er gibt an, in welche Richtungen sich ein Maschinenelement bewegen kann und in welche nicht. Grundlegend unterscheidet man dabei zwei Arten, Drehlager und Linearlager. Der Freiheitsgrad liegt hier in beiden Fällen bei f=1. Das bedeutet, dass das Maschinenelement sich lediglich in eine Richtung bewegen kann.

Weiterhin unterscheidet man Lager dahingehend, nach welchem Wirkprinzip sie funktionieren. Die erste Art ist das Gleitlager. Die sich gegeneinander beweglichen Teile liegen direkt aneinander an oder sind lediglich durch einen Schmierfilm voneinander getrennt. Die zweite Art ist das Wälzlager. Hier befinden sich Wälzkörper zwischen den beweglichen Teilen. Meistens handelt es sich dabei um Kugeln oder Rollen. Einen umfangreichen Überblick über Wälzlager findet man in diesem Artikel von automobil-produktion.de.

Verschiedene Arten von Lagern

Unterscheidung nach Freiheitsgrad
? Radiallager
? Axiallager
? Radiaxlager
? Linearlager

Unterscheidung nach Wirkprinzip
? Gleitlager
? Wälzlager

Vorteile von Rollenlagern

Beim Bau einer Maschine bringt die Nutzung von Rollenlagern gegenüber Gleitlagern einige Vorteile mit sich. Zunächst ist hier der geringere Widerstand zu nennen. Er kommt dadurch zustande, dass die beweglichen Körper zwischen den Maschinenteilen nur auf einer minimalen Fläche anliegen. Dadurch entsteht weniger Reibung und die Bauteile können sich leichter bewegen. Man verwendet Rollenlager hauptsächlich zur Fixierung von Achsen und Wellen. Sie können sowohl axiale als auch radiale Kräfte aufnehmen. Bauteile, die auf einer Welle oder Achse fixiert sind, können damit ganz einfach rotieren.

Mit der Nutzung von Rollenlagern geht darüber hinaus auch eine erhöhte Maschinenlaufruhe und eine erhebliche Senkung der Betriebskosten einher. Durch die Verwendung von Schmiermitteln kann die Nutzung weiter optimiert werden.

Die Vorteile von Rollenlagern im Überblick:

? sehr geringer Widerstand
? höhere Laufruhe der Maschinen
? sicherer Betrieb
? geringerer Maschinenverschleiß
? Senkung der Betriebskosten

Sieht man sich bei Online-Shops wie www.ekugellager.de um, findet man eine große Auswahl hochwertiger Lager. Je nachdem, was für eine Maschine gebaut werden soll, findet man hier Tonnenlager, Axial-Pendelrollenlager, Kegelrollenlager und vieles mehr. Einige Dinge sind bei der Auswahl allerdings zu beachten.

Worauf kommt es bei der Auswahl des Lagers an?

Bild: Pixelmous  / pixelio.de

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Das Wälzlager gehört zu den Lagerarten, die im Maschinenbau am häufigsten zum Einsatz kommen. Bei den vielen verschiedenen Ausführungen muss man vorab genau abwägen, welche Variante sich am besten eignet. Hier sind nicht nur Faktoren wie die Belastungen und die Drehzahl zu berücksichtigen. Auch andere Aspekte spielen eine Rolle: Temperatur, Vibrationen, Schmierung, Einbau und Wartung.

In den meisten Fällen ist es auch so, dass das Lager keine einseitige, sondern eine kombinierte Belastung aufnimmt. Deshalb verwendet man zum Beispiel Axial-Schrägkugellager, Pendelrollenlager, Rillenkugel-, Kegelrollen- und Zylinderrollenlager.

Bei der Auswahl des Lagers ist auch die Frage nach dem vorhandenen Platz von Bedeutung. Wenn man wenig Bauraum zur Verfügung hat, verwendet man ein Lager mit geringer Querschnittshöhe. Dabei kommen zum Beispiel Nadellager, Rillenkugellager und Pendelrollenlager zum Einsatz.

Welche Lagergröße ist erforderlich?

Geht es um die Größe des Lagers, orientiert man sich an der Höhe und der Art der Belastung (dynamisch oder statisch). Weitere Faktoren, die bei der Auswahl der Lagergröße eine Rolle spielen, sind:

? die Gebrauchsdauer,
? die Betriebssicherheit,
? die Lager-Tragfähigkeit

Dynamisch belastete Lager sind beispielsweise Umlauflager. Eine statische Beanspruchung liegt dann vor, wenn zwischen den Lagerringen nur eine sehr langsame Relativbewegung auftritt. Auch bei Schwenkbewegungen und Belastungen im Stillstand spricht man von statischer Belastung. Grundsätzlich gilt hierbei der Grundsatz, dass Rollenlager bei gleichem Ausmaß stärker belastet werden können als Kugellager. Aus diesem Grund verwendet man bei kleineren Belastungen eher Kugellager und bei höheren Belastungen und größeren Wellendurchmessern Rollenlager.

Einen umfangreichen Überblick über die Vor- und Nachteile von Wälz- und Gleitlagern findet man in diesem Artikel von fachlexika.de. Hier gibt es auch zahlreiche weitere Informationen zum Laufverhalten, zum Fluchtfehlerausgleich, zur Drehzahl und zu vielen weiteren Aspekten.