Das ISOFIX-System, das 1997 von Volkswagen eingeführt wurde, sieht eine direkte Verbindung des Kindersitzes mit dem Fahrzeugrahmen vor und nutzt den Gurt meist als zusätzliches Sicherheitssystem. Obwohl der Sitz damit direkt mit dem Fahrzeug verbunden ist, fällt der Ein- und Ausbau meist deutlich leichter als bei normalen Babyschalen und Kindersitzen mit Gurtbefestigung, was dazu führt, dass Fehler bei der Installation des Sitzes minimiert werden. Damit wird sich die Richtlinie, die schon 2009 verabschiedet wurde und nun zum November in Kraft getreten ist, erheblich auf die Sicherheit von Kindern und Kleinkindern im PKW auswirken. Schlechte Gepäcksicherung und unzureichend oder falsch befestigte Kindersitze gehören zu den häufigsten Todes- und Verletzungsursachen bei Kindern im Fahrzeug.

Die Neuerung macht es den Herstellern von Kindersitzen leichter sich auf einen technischen Standard zu konzentrieren und die Entwicklung dort voranzutreiben. Bereits jetzt finden sich sehr viele ISOFIX-Modelle ganz oben in der ADAC-Crashtest-Rangliste für Kindersitze. Durch die größeren gefertigten Stückzahlen werden ISOFIX-Sitze außerdem attraktiver in der Anschaffung werden. Bisher sind die Modelle ca. 70-100% teurer als herkömmliche Sitze.

Hersteller wie Cybex und Concord setzen außerdem verstärkt auf sogenannte ISOFIX-Base-Systeme. Dabei wird eine Basis-Station mit ISOFIX und Haltefuß fest im Auto installiert und der Sitz einfach aufgesteckt. Dadurch kann man den Sitz mit einem Handgriff zwischen zwei Fahrzeugen wechseln oder in Kombination mit einem passenden Kinderwagen verwenden. Die Fahrzeughersteller haben schon seit einigen Jahren auf den Trend reagiert. Die meisten Hersteller im Mittelklasse-Segment bieten ISOFIX serienmäßig oder bieten wie BMW sogar eigene Öffnungen für die Halterungen. Damit ist dann auch einer der wenigen Kritikpunkte des ISOFIX-Systems aus der Welt geschafft: Bei engen Zwischenräumen von Sitzpolstern kann das Polster durch die Halterungen beschädigt werden.

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