Dass das Tuning unter eingefleischten Autoliebhabern nach wie vor sehr populär ist, zeigte der Erfolg der 45. Essener Motor Show, die letztes Wochenende zu Ende ging. Rund 340.000 Fans besuchten die Messe und waren vom Konzept überzeugt: Das Angebotsspektrum reichte von Motorsport über Tuning hin zu sportlichen Serienfahrzeugen und Klassikern. Die Automobilhersteller konnten mit den neuesten Trends aus der Tuningszene die autobegeisterte Zielgruppe in Staunen versetzen.

Eine Umfrage vom Verband der Automobil Tuner fand außerdem heraus, dass 52 Prozent der Tüftler und Bastler im vergangenen Jahr bis zu 5.000 Euro investiert haben. Fast 20 Prozent gaben sogar mehr als 10.000 Euro für die Fahrzeugveredelung aus. Denn auf die Optik kommt es heutzutage an. Der Wunsch nach mehr Individualität wird auch bei den eigenen Fahrzeugen immer größer. Viele möchten sich mit ihren getunten Autos von den millionenfach produzierten Serienmodellen absetzen.

Besonders begehrt sind laut Tuner-Verband Leichtmetallräder, gefolgt von sportlichen Fahrwerken, Auspuffanlagen und Spoilern. Der hessische Tuner insidePerformance beispielsweise spezialisiert sich auf hochwertige Auspuffanlagen. Der Tuner veredelt vor allem Fahrzeuge der Marke BMW, MINI oder Mercedes Benz. Das BMW Tuning von insidePerformance bietet für alle 3er-Reihen eine Edelstahlauspuffanlage im M3-Design an. Mit zusätzlichen Carbon-Accessoires, zum Beispiel Heckdiffusor oder Heckspoilerlippe, kann die Optik um eine sportliche Note ergänzt werden.

Motortuning wird ebenfalls immer gefragter. Der Drang zu stärkeren Motoren hat sich vom Neuwagenmarkt auf das Tuning durchgeschlagen. Daimlers kommendes Kompaktmodell der A-Klasse zum Beispiel wird noch eine Portion Extradampf unter die Haube bekommen. Der konzerneigene Autoveredler AMG wird das Mercedes-Einstiegsmodell in eine PS-starke Luxusvariante verwandeln, wie der Stuttgarter Premiumautobauer im Sommer 2012 verkündete.

Der Trend zu immer schneller werdenden und flacheren bzw. breiteren Autos beeinflusst auch die Räder- und Reifenszene. Laut Bundesverband Reifenhandel machen die Rad-Reifenkombinationen etwa ein Viertel aller Tuningumsätze aus. Das Marktpotenzial für Hochgeschwindigkeitsreifen ab 17 Zoll liegt allein in Deutschland bei rund vier Millionen Stück.

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