Mobile Datenerfassung, Handheld-PCs, Mini-Notebooks

Überall dort, wo Produktionsabläufe, Ersatzteil-Vorhaltung sowie die Verwaltung von Lagerprozesse dokumentiert werden sollen, kommen die „Laptops im Kleinformat“ zum Einsatz. Bild: fotolia©WaveBreakMediaMicro

Mini-Notebooks waren vor dem Siegeszug der Smartphones für viele unverzichtbarer Bestandteil ihres (Spieler-)Lebens, waren und sind sie doch primär für das Gaming unterwegs ausgelegt. Mit Analog-Sticks und Buttons können Spiele alternativ zu Tastatur und Touchscreen gesteuert werden.

Dabei kann das Ende letzten Jahres in Serienproduktion gegangene sogenannte GPD WIN-System noch so einiges mehr: Mobil Daten erfassen etwa, wie in einem Warenlager, wo Belege für Ein- und Ausgänge schnell und fehlerfrei erstellt werden sollen. Überall dort, wo Produktionsabläufe, Ersatzteil-Vorhaltung sowie die Verwaltung von Lagerprozesse dokumentiert werden sollen, kommen die „Laptops im Kleinformat“ zum Einsatz.

Handheld-PCs für mobile Datenerfassung – Klein, aber riesig

Dafür scheint das Mini-Notebook geradezu prädestiniert, passt es doch mit einem Format etwa von 5,5 Zoll aufwärts nahezu in jede Hosentasche. Es kann auch, einer Akku-Energieversorgung geschuldet, überall dort hingenommen werden, wo Daten direkt erfasst werden sollen. So erlauben die neuen Handheld-PCs nahezu an jedem Ort die Erfassung von Barcodes und vereinfachen dadurch die mobile Datenerfassung, ohne an Genauigkeit und Fehlerresistenz einzubüßen.

Trotz der bescheiden anmutenden Gerätedimensionen verbirgt sich hinter dem kleinen Powerpaket eine Ausstattung, die etwa mit einem kompletten Windows 10-System, Intel-Prozessor, mehreren Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte großen Flash-Festspeichern kaum (Datenerfassungs-)Wünsche offenlassen kann.

Da im modernen Industriealltag Mobile Devices für Information und Kommunikation unverzichtbar geworden sind, schließen die robusten Mini-Geräte durch die die mobile Datenerfassung eine Marktlücke in Industrie, Logistik und Handel, aber auch bei Einsatzkräften der öffentlichen Sicherheit und der Gesundheitsversorgung.

GTL und ISO 15394 in der Automobillogistik

Automobildaten etwa werden bei Automobillogistik-Unternehmen von Handheld-PCs mit integrierten 2D-Scannern erfasst. Die Daten stammen üblicherweise aus Backend-Systemen, wie etwa einem ERP-System, einem Warenwirtschafts- oder Lagerverwaltungssystem. Dabei können die Scanner neben gängigen Barcodes auch Datamatrix- und QR-Codes lesen, auf denen ein größerer Umfang an Daten gespeichert werden kann. Die Möglichkeiten der mobilen Datenerfassung sind also besonders vielfältig.

In dem Fall dient das Global Transport Label (GTL) als Datenträger. GTL ist ein Etikett, das entsprechend der Norm ISO 15394 hergestellt wurde. Zur Verarbeitung kommt ein Datamatrix-Code mit allen benötigten, hinterlegten Informationen. GTL bildet erst die Grundlage zur Schaffung internationaler Standards von Kennzeichnungen in der Automobilindustrie.

Mit Einführung der Scanner in der Automobillogistik ist es möglich geworden, den kompletten Versand und somit auch den Status eines jeden Fahrzeuges nachzuvollziehen. Weitere angeschlossene Software-Optionen können dann ein Weiterleiten der gescannten Daten per Mobilfunk in ein angeschlossenes Rechenzentrum beinhalten, wo die Daten verarbeitet und über eine Terminal-Server-Anbindung nahezu in Echtzeit an großen Monitoren in den Werkshallen angezeigt werden können.