Aus einer modernen Fertigung sind Industrie-PCs nicht mehr wegzudenken - Bild: © Kim

Aus einer modernen Fertigung sind Industrie-PCs nicht mehr wegzudenken - Bild: © Kim Steele/Photodisc/Thinkstock

Computergesteuerte Assistenz auf dem Vormarsch

Dass Computer und Netzwerke auch in der Autmobilbranche eine wichtige Rolle spielen, zeigt alleine schon das Smart Factory Prinzip, auch wenn dieses in Deutschland noch viel Steigerungspotenzial hat. Für Industrie-PCs gilt das Gegenteil: Die spezialisierten Rechner sind längst in den Fertigungshallen angekommen und optimieren dort die industrielle Steuerung. Sie existieren für verschiedene Branchen und Einsatzzwecke; dementsprechend breit ist die Produktpalette bei den Industrie-PCs. Autobauer und ihre Zulieferer, aber auch Logistik-Unternehmen oder Lebensmittelhersteller greifen somit stets auf individuell angepasste Lösungen zurück.

Industrie-PCs im Auto-Segment

Die genauen Aufgaben der Rechner sind breit gefächert und betreffen viele Teilbereiche wie etwa Robotik, Prozessvisualisierung und Sicherheitstechnik. Industrie-PCs übernehmen nicht nur einzelne Aufgaben, sondern helfen auch bei der übergeordneten Koordination. Ein weiteres Merkmal ist die Skalierbarkeit des Systems. So können Industrie-PCs gleichermaßen für zeitlich begrenzte Kleinserien (aktuelles Beispiel: der Audi R8 e-tron) und fortlaufende Massenproduktionen á la VW Golf oder BMW 3er eingesetzt werden. Das Ziel dabei bleibt stets dasselbe: Konstante Qualitätssteigerung der Produktion und damit auch der Endprodukte, in diesem Fall Fahrzeuge. Industrie-PCs gewährleisten eine möglichst störungsfreie Produktion, die wiederum an erhöhte Anforderungen geknüpft ist.

Vielseitige Einsatzzwecke und ein langes Leben

Hervorragende Jahresbilanzen wie die von Toyota sind somit auch auf die fortgeschrittene Automatisierung im Herstellungsprozess zurückzuführen. Und das nicht zu knapp: Dank Industrie-PCs gilt die Prozesssteuerung praktisch als ausfallsicher, auch die Übersicht wird durch den PC-Einsatz erheblich verbessert (Stichwort: Echtzeitdarstellung). Im Zuge des Lean-Management-Trends in der Automotive-Branche helfen Industrie-PCs außerdem dabei, Rationaliserungspotenzial zu erkennen. Die im Vergleich zu Privat-PCs höheren Anschaffungskosten werden vor diesem Hintergrund weitestgehend relativiert. Hinzu kommt die Haltbarkeit von Industrie-PCs: Mit dem Zweck, vorwiegend in eigentlich PC-lebensfeindlicher Umgebung eingesetzt zu werden (beispielsweise Hitze, Dampf, Schmutz), werden sowohl die technischen Innereien als auch das Gehäuse aus besonders robusten Materialien gefertigt. Edelstahl und Aluminium sowie Industriefolien oder Glas (zum Oberflächenschutz) erlauben ein breites Temperaturfenster, in dem der Industrie-PC unbeschadet einsetzbar bleibt.