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Jahr für Jahr kaufen die deutschen Bundesbürger immer größere und hochwertigere Fahrzeuge – das war das Ergebnis einer Studie des Center Automotive Research(CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Der durchschnittliche Listenpreis der verkauften Neuwagen stieg 2012 auf 26.446 Euro. Das sind 553 Euro mehr als im Jahr 2011. Zum Vergleich: 1980 waren die Deutschen noch wesentlich sparsamer. Sie gaben im Schnitt 8.420 Euro für ein neues Fahrzeug aus.

Das Preisranking führt der Stuttgarter Automobilhersteller Mercedes-Benz an: Ein Wagen mit dem Stern im Emblem kostet die Käufer im Durschnitt 40.170 Euro. 2011 waren es noch 39.931 Euro. Die Autos der oberen Mittelklasse sind für die Deutschen weiterhin sehr beliebt und gelten als Prestige-Objekte. Und dafür sind sie auch bereit, immer mehr Geld auszugeben.

Am günstigsten sind die ausländischen Modelle: Dazu zählen beispielsweise die Fahrzeuge der rumänischen Renault-Tochter Dacia, deren Preise um 0,7 Prozent auf 11.965 Euro sanken. Den größten Anstieg im Jahr 2012 bei den Ausgaben für Neuwagen verzeichnet dagegen der VW-Rivale Hyundai. Der Koreaner steigerte mit einer höherwertigen Fahrzeugpalette den Durchschnittspreis der Autos um 1.197 Euro auf 17.173 Euro. Hyundai rückt damit fast an den japanischen Autobauer Toyota heran, liegt jedoch noch deutlich hinter dem Marktführer Volkswagen. Dieser bringt es auf einen Durchschnittspreis von 23.740 Euro.

Während die Deutschen seit vielen Jahren vermehrt bereit sind, sich größere und teurere Autos zu kaufen, könnte sich das Kaufverhalten noch auf eine andere Weise verändern: Rund zehn Prozent der Autokäufer wären laut DEKRA bereit, einen Neuwagen im Internet nicht nur auszuwählen, sondern auch zu kaufen sowie zu bezahlen. Das hieße konkret: Bei einem Marktvolumen von rund 3,1 Millionen Einheiten könnten in Zukunft etwa 310.000 Neufahrzeuge pro Jahr online abgesetzt werden.

Die Praxis, Autos online beispielsweise bei www.meinauto.de zu kaufen, könnte über kurz oder lang mit den Autohäusern vor Ort in Konkurrenz treten. Derzeit werden der DEKRA zufolge noch weniger als fünf Prozent der Neuwagen direkt im Internet gekauft. Die Bedeutung des Internet-Verkaufs wird in den kommenden Jahren aber deutlich zunehmen, da ist sich nicht nur die DEKRA sicher.

Weitere Studien von Beratungsunternehmen und Experten der Automobilbranche sehen den Autokauf zunehmend im Internet. Die Bedeutung des Autohändlers als zentrale Anlaufstelle wird dabei ungefähr gleichbleiben.

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