Wie Technologien 2016 den Jobmarkt nachhaltig verändern

Job-Aspiranten geht es ähnlich, wenn sie auch das von Firmen zumeist favorisierte Online-Bewerbungsformular eher meiden und sich mit 83,1% am liebsten per e-mail vorstellen. Die Tendenz ist also eindeutig. Technikgestützte Kommunikation schickt sich nun an, die Parteien einander noch näher zu bringen.

Social Media für (Selbst-)Vermarktung, Schnell-Check und Reichweite

Dabei wächst die Wichtigkeit der sozialen Medien weiter. In den USA werden bereits ca. 10% der Bewerbungen mit einem Profil à la LinkedIn verschickt. Unternehmen nutzen ihrerseits Netzwerke, um Vakanzen möglichst zielgruppengenau zu streuen. Angebote wie Glassdoor.com oder Kununu.de helfen dabei, Stellensuchende durch Insiderwissen von Bewerbern und Mitarbeitern über Arbeitsumfeld, Gehaltsstrukturen o.Ä. aufzuklären. Ein Unternehmen, das hier den Dialog nicht scheut, kann viel für das eigene Image bewirken.

Bewerber und Unternehmen - (Fast) live und in Farbe

Branchen-Insider vermuten, dass auch der allgemeine Bewegtbild-Trend zunehmend im Jobmarkt Fuß fassen wird. Auch abseits der bereits häufig durchgeführten Videointerviews, nutzen immer mehr Unternehmen jetzt die Möglichkeit, per Social Media Video ihren Marktwert als Arbeitgeber zu steigern. Und wenn auch bisher eher in medien-affinen Branchen akzeptiert, nimmt auch die Zahl der Plattformen, mit denen Kandidaten sich ein eigenes Video-Profil zusammenstellen können, zu.

Schneller finden, was wichtig ist

Doch nicht bei allen Suchenden stößt die Tatsache, dass Xing & Co. fast zu einem Muss geworden sind, auf Gegenliebe. Wer ungern im Netz auffindbar ist und keine Zeit in Netzwerkaustausch investieren möchte, geht lieber selbst auf die Suche. Auch dabei verhelfen Technologien zu einem zielgerichteten Vorgehen: Immer ausgereiftere Filteralgorithmen erleichtern eine systematische Suche, Kontextualisierung und Personalisierung bewahren davor, die Stecknadel im Heuhaufen finden zu müssen.

Immer parat – Jobs per Smartphone

Noch privater und schneller lassen sich Bewerbung und Jobsuche in Zeiten eines stark durchgetakteten beruflichen Alltags nur noch auf dem Smartphone erledigen. Zahlreiche Apps versprechen bereits die schnelle Jobsuche für zwischendurch, richtig spannend wird es aber erst, wenn eine App Zielgruppe, Komfort und Schnelligkeit (z. B. durch Klick auf das eigene Xing-/LinkedIn-Profil bei der Bewerbung) miteinander kombiniert. Erste Apps, wie in Deutschland der Optares Jobfinder, haben dies bereits umgesetzt.

Man darf gespannt sein, wie sich der Markt in Zeiten der Industrie 4.0 weiter entwickeln wird.