Alcantara Produktion Umbrien

Alcantara weiter auf Expansionskurs: Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen 300 Millionen Euro in die Erweiterung der Produktionskapazitäten fließen. Im Bild: Der Produktions- und Forschungsstandort im italienischen Nera Montoro, Umbrien. Bild: Alcantara S.p.A.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen 300 Millionen Euro in die Erweiterung der Produktionskapazitäten fließen, erklärt Andrea Boragno, CEO und Chairman von Alcantara. Eine Summe, von der sowohl der Mailänder Hauptsitz als auch der Produktions- und Forschungsstandort in Nera Montoro (Umbrien) profitieren werden, heißt es. Mit diesem Investment reagiert der italienische Hersteller des gleichnamigen Materials auf die steigende Nachfrage am Markt, allen voran aus der deutschen Automobilindustrie. Wie Alcantara mitteilt, erzielt man 42 Prozent des weltweiten Umsatzes in Deutschland, mit steigender Tendenz. Die Auftragsbücher seien voll, so Boragno.

Wie aus einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, mache sich die Investitionssumme auch an anderer Stelle bemerkbar. So werde der Markenwert von Alcantara – 2015 von Interbrand mit 100 Millionen Euro beziffert – voraussichtlich auf 300 Millionen Euro ansteigen, zudem soll die Mitarbeiterzahl von aktuell 598 auf rund 800 aufgestockt werden, heißt es. Wie Alcantara weiter mitteilt, wachse man global, insbesondere in China und den USA. Der wichtigste Markt des Unternehmens sei – nach Italien – allerdings nach wie vor Deutschland. Das liege, wie Andrea Boragno präzisiert, nicht zuletzt am traditionell starken deutschen Automarkt. Als Zulieferer großer Konzerne wie Audi, Porsche oder BMW profitiere man vom Wachstum im High End-/Premium-Automobilsektor. Aktuell macht der italienische Hersteller hierzulande rund 42 Prozent seines weltweiten Umsatzes (1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016: 01.04. bis 30.09.2016).