Akasol-CEO Sven Schulz

Trotz erschwerter Bedingungen infolge der Corona-Pandemie habe man innerhalb von nur 15 Monaten ein innovatives Bauprojekt mit Vorbildcharakter gestemmt, freut sich Akasol-Vorstandschef Sven Schulz. Bild: Akasol

| von Roswitha Maier

Ab Mitte kommenden Jahres können in der hochautomatisierten Fabrik Batteriesysteme mit einer Kapazität von 2,5 Gigawattstunden gebaut werden. Bei entsprechender Nachfrage könne man die Produktion noch verdoppeln.

Es werde die mit Abstand größte Serienproduktionsstätte für Nutzfahrzeugbatterien in Europa entstehen, erklärte Alkasol-Vorstandschef Sven Schulz. In Anspielung auf die Tesla-Fabrik bei Berlin sagte er: "Was wir aus Brandenburg fast jeden Tag hören, ist uns hier in Hessen nun also bereits gelungen. Vielleicht eine Nummer kleiner, aber trotzdem ist es eine beeindruckende Leistung."

Auch die bisherige Fertigung im nahen Langen soll auf bis zu 0,8 Gigawattstunden ausgebaut werden. Zudem will Alkasol eine zu Darmstadt baugleiche Gigafactory 2 in der Nähe der US-Stadt Detroit aufbauen und hat dazu bereits millionenschwere Aufträge an den Maschinenbauer Manz gegeben.

Akasol stellt Batteriesysteme für Busse, Bahnen, Lkws, Industriefahrzeuge sowie Schiffe her und will von der zunehmenden Elektrisierung schwerer Fahrzeuge profitieren. Ihre Lithium-Ionen-Batteriesysteme versorgen aktuell bereits E-Busse in Braunschweig, Berlin, Mannheim, Köln sowie London, Stockholm und den Niederlanden. Zu den Kunden gehören Konzerne wie Daimler, Alstom und Volvo.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 60 und 70 Millionen Euro nach 47,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Wegen der hohen Investitionen fiel unter dem Strich ein Verlust von 6,4 Millionen.

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