Osram

Gemeinsam könnten AMS und Osram "der Weltmarktführer für Sensorik und Photonik werden", hofft Osram-Chef Olaf Berlien. Bild: Osram

| von Roswitha Maier

Der auf der außerordentlichen Hauptversammlung vorgelegte Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird dem österreichischen Sensorikkonzern eine Weisungsbefugnis gegenüber dem Münchner Traditionsunternehmen geben. Dass er beschlossen wird, steht außer Frage: Die zu Beginn der virtuellen Hauptversammlung festgestellte Anwesenheit gibt dem Großaktionär AMS klar die dafür nötige Mehrheit von 75 Prozent der anwesenden Stimmen.

Von den Aktionärsvertretern kamen dennoch zahlreiche Fragen - laut Aufsichtsratschef Peter Bauer insgesamt 151 - und teils deutliche Kritik. "Heute ist ein trauriger Tag für die Osram-Aktionäre", kommentierte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sei für Osram der erste Schritt in eine vollständige Abhängigkeit von AMS, sagte sie. Das sei "ein Jammer".

Osram-Chef Olaf Berlien warb hingegen für den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Mit ihm breche eine "neue Zeitrechnung für Osram an. Und ich bin überzeugt, eine sehr erfolgreiche", sagte er. Der Schritt sei kein Bruch mit der "stolzen, 113-jährigen Geschichte" von Osram. Gemeinsam könnten AMS und Osram "der Weltmarktführer für Sensorik und Photonik werden. Und so künftig in einer anderen Liga spielen."

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