Türbedienmodul von Preh

Preh wurde 1919 von Jakob Preh in Bad Neustadt a. d. Saale gegründet und gehört seit 2011 zur Joyson-Gruppe. Der Experte für HMI-, Infotainment-Systeme sowie Bedienmodule sieht sich aufgrund der anhaltend negativen Branchenentwicklung nun gezwungen, einige Stellen abzubauen. Bild: Preh

| von Götz Fuchslocher

Betroffen sind laut Preh alle indirekten und Entwicklungsbereiche am Stammsitz des Automobilzulieferers in Bad Neustadt, wo es in den vergangenen Jahren aufgrund zahlreicher Großaufträge einen massiven Ausbau an Kapazitäten gegeben hatte. Das erweiterte Kostensenkungsprogramm sieht vor, den Personalbestand in Bad Neustadt um bis zu 77 Stellen zu reduzieren. Aktuell sind laut Preh dort rund 1.860 Vollzeitmitarbeiter beschäftigt. Wie das Unternehmen mitteilt, sei es ein Ziel, den Abbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Zu den Maßnahmen zähle unter anderem, dass altersbedingt freiwerdende Stellen teilweise nicht nachbesetzt werden.

Darüber hinaus soll Preh Schweden einen Beitrag zum Kostensenkungsprogramm der Preh-Gruppe leisten. Bis zum Jahresende werde man den Standort Jönköpping schliessen und alle Aktivitäten am Standort Göteborg konzentrieren. Wie der Zulieferer in seiner aktuellen Mitteilung betont, sei die Auftragslage unabhängig vom strikten Sparkurs insbesondere in der E-Mobility-Sparte sehr gut, so dass dieser Bereich der am schnellsten wachsende in der Preh-Gruppe sei.

Wie Michael Roesnick, Interims Co-CEO der Preh GmbH, hervorhebt, sei Preh trotz des akuten Kostendrucks gut im Markt positioniert. "Dank unserer Innovationskraft sind unsere Auftragsbücher gut gefüllt. Unser Know-how bleibt auch in dieser schwierigen Branchensituation für unsere Kunden attraktiv. Dennoch erfordert die nachhaltige Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit Kosteneinsparungen im Personalbereich. In die konkrete Ausgestaltung ist unser Betriebsrat selbstverständlich eng eingebunden.“