Mitec-Stammwerk in Eisenach

Mitec-Stammwerk in Eisenach: Nachdem ein Gericht zuletzt Schadenersatzforderungen des Zulieferers an Ford abgelehnt hatte, hat das Unternehmen nun einen Insolvenzantrag gestellt. Bild: Mitec

Auch das Amtsgericht Meiningen bestätigte, dass ein Antrag der Mitec Automotive AG am Donnerstag (29. November) eingegangen sei. Noch müsse dieser aber geprüft werden. Schon seit Längerem machten dem Unternehmen mit Sitz in Eisenach sinkende Absatzzahlen bei allen Hauptkunden zu schaffen, sagte eine Mitec-Sprecherin am Donnerstag. Dass am vergangenen Donnerstag das Landgericht Meiningen eine seit Jahren im Raum stehende Schadenersatzforderung der Mitec gegenüber dem Ford <US3453708600>-Konzern verneinte, war nach Angaben der Sprecherin der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe. Das Unternehmen hatte bereits Berufung gegen das Urteil angekündigt.

Mitec wirft dem US-Autobauer Ford vor, Zeichnungen und Daten zu einem Mitec-Teil an einen Konkurrenten weitergeben zu haben und forderte deshalb zuletzt eigenen Aussagen zufolge einen Eurobetrag in dreistelliger Millionenhöhe als Schadenersatz.

Der Betrieb solle im Insolvenzverfahren weiter laufen. Auch Löhne und Gehälter seien durch das Insolvenzgeld gesichert, hieß es in einer Mitteilung der Mitec. Ein Stellenabbau sei letztlich aber nicht zu vermeiden, sagte die Sprecherin. Wie viele Arbeitsplätze betroffen sein werden, konnte sie noch nicht sagen. Mit dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung soll die Sanierung des Unternehmens weitergehen und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten werden.

Schon zu Jahresbeginn hatte der Hersteller von Autoantriebsteilen angekündigt, 160 Mitarbeitern betriebsbedingt zu kündigen, um auf die erwarteten Veränderungen durch einen steigenden Anteil von E-Fahrzeugen zu reagieren.

Mitec beschäftigt insgesamt etwa 1000 Mitarbeiter in Deutschland, China und den USA, davon gehören etwa 650 zu der Belegschaft in Eisenach und Umgebung.

  • Rheinmetall Automotive

    Rheinmetall Automotive hat sich mit einem Umsatz von 3.233 Mio Dollar um zwei Plätze auf Position 88 der größten Automobilzulieferer weltweit vorgearbeitet. Bild: Rheinmetall Automotive

  • Infineon

    Auf Rang 84 (Vorjahr: 91) hat sich Infineon mit 3.378 Mio Dollar Automotive-Umsatz platziert. Bild: Infineon

  • Mann+Hummel

    Mann+Hummel belegt in diesem Jahr Platz 75 nach dem 79. Platz im Vorjahr. Automotive-Umsatz: 3.883 Mio Dollar. Bild: Mann+Hummel

  • Webasto

    Ebenfalls deutlich höher im Ranking rangiert nun Schiebedach-Spezialist Webasto auf Platz 72 (Vorjahr: 72). Automotive-Umsatz: 3.969 Mio Dollar. Bild: Webasto

  • Lanxess

    Einen Sprung von Position 78 auf 67 hat der Spezialchemie-Konzern Lanxess hingelegt. Automotive-Umsatz: 4.369 Mio Dollar nach 3.410 Mio Dollar im Vorjahr. Bild: Lanxess

  • Leoni

    Kabelspezialist Leoni hat sich von Rang 70 auf 63 emporgehangelt. Automotive-Umsatz: 4.562 Mio Dollar. Bild: Leoni

  • Dräxlmeier

    Dräxlmeier springt von Platz 66 auf 62. Automotive-Umsatz: 4.633 Mio Dollar. Bild: Dräxlmeier

  • Eberspächer

    Eberspächer: Von Platz 60 auf Platz 57. Automotive-Umsatz: 5.064 Mio Dollar. Bild: Eberspächer

  • Freudenberg

    Freudenberg: Platz 55 (nach 63 im Vorjahr) und 5.281 Mio Dollar Umsatz im Automotive-Bereich. Bild: Freudenberg

  • Hella

    Der Beleuchtungsspezialist Hella hat seinen Umsatz zwar von 6.681 auf 7.064 Mio Dollar steigern können, ist aber im Ranking leicht von Platz 41 auf 43 abgerutscht. Bild: Hella

  • Brose

    Auch Brose liegt im Ranking nun um zwei Plätze unter dem Vorjahr jetzt auf Rang 41. Der Umsatz stieg von 6.784 auf 7.094 Mio Dollar. Bild: Brose

  • Schaeffler

    Schaffler: Der Herzogenauracher Konzern liegt auf Platz 24 der weltgrößten Automobilzulieferer. Automotive-Umsatz: 12.283 Mio Dollar nach 11.441 Mio Dollar im Vorjahr. Bild: Schaeffler

  • ThyssenKrupp

    ThyssenKrupp: Ein Sprung von Platz 24 auf 21 und ein Umsatzanstieg im Automotive-Bereich von 10.867 auf 12.646 Mio Dollar. Bild: ThyssenKrupp

  • BASF

    Der Chemiekonzern zählt mit einem Automotive-Umsatz von 12.890 (11.076) Mio Dollar zu den Top 20 der größten Automobilzulieferer (Platz 19). Bild: BASF

  • Mahle

    Mahle erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 14.452 (13.100) Mio Dollar und belegt nun Platz 17 (20 im Vorjahr). Bild: Mahle

  • Continental

    Wie im Vorjahr auf Platz 5 der größten Automobilzulieferer: Der Friedrichshafener ZF-Konzern. Umsatz: 37.890 Mio Dollar (35.821 Mio Dollar im Vorjahr). Bild: Continental

  • Continental

    Auch Continental hat seinen Umsatz 2017 gesteigert von 42.426 Mio auf 46.742 Mio Dollar und somit seinen zweiten Platz der größten Autozulieferer verteidigt. Bild: Continental

  • Bosch

    Unangefochten auf Platz 1: Bosch mit 53.549 Mio Dollar Automotive-Umsatz, eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (48,606 Mio). Bild: Bosch