Autoneum Konzernhauptsitz in Winterthur, Schweiz

Autoneum bekommt die abgekühlte Automobilkonjunktur zu spüren: So wird die Kostenstruktur am Konzernhauptsitz in Winterthur, Schweiz, unter anderem durch eine punktuelle Stellenreduktion angepasst. Bild: Autoneum

| von Götz Fuchslocher

Wie Autoneum meldet, erwarten die Experten für Akustik- und Wärmemanagement bei Fahrzeugen für das Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Lage in Nordamerika und damit verbundenen einmaligen Aufwendungen aus Wertberichtigungen einen Konzernverlust im hohen zweistelligen Millionenbereich. Eine eingehende Situationsanalyse der neuen Konzernleitung mit Fokus auf die Business Group North America unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs von Januar bis einschliesslich November 2019 habe zu einer Neubewertung der Lage geführt, teilt das Unternehmen mit.

Man habe festgestellt, dass sich die Probleme in Nordamerika nicht nur auf zwei US-Werke und dortige, defizitäre Neuanläufe beschränken. In der Business Group North America werde daher ein umfassendes Turnaroundprogramm
mit Fokus auf operative Exzellenz und die Verbesserung der Kostenstrukturen erarbeitet und implementiert.

Aufgrund der abgekühlten Automobilkonjunktur und des mittelfristig zu erwartenden niedrigen Marktniveaus werde die Kostenstruktur am Konzernhauptsitz in Winterthur, Schweiz, unter anderem durch eine punktuelle Stellenreduktion angepasst. Zur weiteren Stärkung der Aktivitäten im Bereich „Neue Mobilität“ werden diese im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Winterthur konzentriert. In Zuge dessen wird das Kompetenzzentrum Neue Mobilität aus dem kalifornischen Sunnyvale nach Winterthur verlagert.

Angesichts der anhaltenden Verluste der Business Group North America geht Autoneum für das Geschäftsjahr 2019 von einem Konzernverlust im hohen zweistelligen Millionenbereich aus. Dieser beinhaltet laut dem Unternehmen neben den laufenden operativen Verlusten auch einmalige, nicht cashwirksame Aufwendungen aus Wertberichtigungen. Weiter heißt es, um die im März kommunizierten Konzernmittelfristziele ("2019 Jahr des Aufräumens, 2020 Jahr des Übergangs, 2021 Rückkehr zu gesundem Profitabilitätsniveau") zu erreichen, werde daher ein zusätzliches Jahr benötigt.

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