Stabilus-Hauptsitz in Koblenz

Den überwiegenden Teil seiner Umsätze erzielte Stabilus im Automobilsektor. Bild: Stabilus

| von Roswitha Maier

"Vor dem Hintergrund des anhaltend herausfordernden Marktumfelds in der Automobilindustrie" erwartet das Management nun einen Umsatz zwischen 950 und 960 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Montag (5. August 2019) in Koblenz mit. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2018/19 (30. September) liege damit in Einklang mit den aktuellen Markterwartungen.

Zuvor war das Unternehmen von einem Umsatz von zirka 960 Millionen Euro ausgegangen. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18 hatte das Unternehmen 963 Millionen Euro umgesetzt. Stabilus hatte bereits im Februar und Mai die Umsatzprognose reduziert. Bei der Marge auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern rechnet das Unternehmen weiter mit einem Wert von zirka 15 (Vorjahr: 15,5) Prozent.

Die unerwartet lange andauernde Schwäche der weltweiten Automobilindustrie - insbesondere die weiterhin enttäuschende Entwicklung in Deutschland und China - hat sich auch im dritten Quartal in unseren Ergebnissen niedergeschlagen", sagte Finanzchef Mark Wilhelms. Das Industriegeschäft habe sich auch dank Zukäufen hingegen besser entwickelt.

Im dritten Quartal bis Ende Juni gingen die Erlöse um drei Prozent auf 242 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen zudem mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte und Zukäufe fiel der Rückgang mit 7,1 Prozent noch stärker aus. Rund die Hälfte der Gesamteinnahmen wurden in Europa erzielt. Besonders deutlich war der Rückgang der Erlöse mit 17,5 Prozent im Raum Asien-Pazifik.

Den überwiegenden Teil seiner Umsätze erzielte Stabilus im Automobilsektor. Insgesamt ging das Autogeschäft im dritten Quartal um 9 Prozent auf 146 Millionen Euro zurück, das Industriegeschäft stieg hingegen um 6,7 Prozent auf 95,5 Millionen Euro.