Benteler stellt neues Türkonzept ohne B-Säulen vor

Neues Türkonzept mit integrierter B-Säule und fortschrittlichen Metall- und Hybridwerkstoffen. BIld: Benteler

Mit dem serienreifen Produkt, das Benteler zufolge leichter als existierende Lösungen auf dem Markt ist und zudem verbesserte Sicherheits- und Werkstoffmerkmale aufweist, will das Unternehmen die Expertise in der Metallverarbeitung und Werkstoffkompetenz mit dem Produkt-Systemverständnis kombinieren. Das leichte Tür-System, das ohne B-Säule auskommt, enstpricht den Metall-Prozess-Spezialisten zufolge allen Crash-Anforderungen und soll den Einstieg ins Fahrzeug erleichtern sowie zu mehr Platz im Innenraum beitragen.

Das Unternehmen ist bekannt für seine Kombination aus Technik-Knowhow und den jeweils passenden Produktionsprozessen. Zu den Konzept-Lösungen auf den Gebieten der Elektrifizierung wie auch im Karosseriebau zählt etwa das gemeinsam mit Bosch entwickelte Rolling Chassis, bei dem man mit Hilfe einer Plattformstrategie Entwicklungsprozesse bündelt.

Benteler-Lösung erfüllt alle Crash- und Lastanforderungen

Ziel der aktuellen Konzept- und Strukturentwicklung war die Integration der B-Säulenfunktion in die Türstruktur unter Erreichen aller Crash- und statischen Anforderungen. Die Autohersteller würden sich im Zuge der Elektrifizierung und Automatisierung von Fahrzeugen vermehrt mit veränderten Innenraumstrukturen befassen, heißt es bei den Entwicklungsexperten.

Das Türkonzept auf Basis einer Aluminiumbauweise aus der Legierungsklasse AlSiMg weist Benteler zufolge in allen Lastfällen sehr gute Eigenschaften auf. Es erreiche beziehungswesie übertreffe sogar die Anforderungen aus dem Referenzfahrzeug Alive. An diesem von der EU geförderten gleichnamigen Projekt war Benteler Automotive in den Jahren 2012 bis 2016 mit dem Ziel beteiligt, Schlüsseltechnologien für den Fahrzeugleichtbau auf Basis fortschrittlicher Metall- und Hybridwerkstoffe für zukünftige Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Daraus entstand das gleichnamige Referenzfahrzeug.

Das eingesetzte Aluminiummaterial leistet laut Jörn Tölle, F&E Teamleiter Lightweight Technologies, einen aktiven Beitrag zur umweltgerechten Fahrzeugverwertung. "So stellen wir bereits bei der Produktion der strukturellen Bauteile sicher, dass die Tür zu gleichwertigen Produkten am Ende des Automobil-Produktlebenszyklus wieder recycelt werden kann." Dieses Ergebnis habe man mit nur sehr geringem Mehrgewicht auf Gesamtfahrzeugebene erzielen können, was im Vergleich zu den wenigen in Serie befindlichen Lösungen ein großer Erfolg sei.

Automobilhersteller profitieren Benteler zufolge von einer vorentwickelten Crash-Struktur, die durch die neue in die Tür integrierte Struktur der B-Säule mehr Platz im Fahrzeuginnenraum schaffe. Zusätzlich lasse sie sich mit wenig Aufwand in die Serienproduktion übernehmen und anpassen.

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