Leoni_Automobilzulieferer_Betrug

Über welche Wege Betrüger ins Netzwerk von Leoni eingedrungen sind, ist noch unklar. Fakt ist: 40 Mio Euro fehlen. Bild: Leoni

Über den Vorfall informierte der Zulieferer in einer ad hoc-Meldung am Dienstag (16. August). Demnach sei durch eine interne Prüfung am Freitag, 12. August, erkannt worden dass sich Unbekannte unter Verwendung gefälschter Dokumente und Identitäten sowie Nutzung elektronischer Kommunikationswege Zugang zu Konten des Unternehmens verschafft hatten und Gelder in erheblicher Höhe ins Ausland transferiert haben. Der Schaden beläuft sich nach Schätzungen auf rund 40 Millionen Euro. Der Vorstand habe  umgehend eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet und prüft derzeit Schadenersatz- und Versicherungsansprüche. Ebenso wurde Anzeige bei der Kriminalpolizei erstattet. Nähere Details waren heute (16. August) noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Wie Leoni betont seien  IT-Infrastruktur sowie Datensicherheit von den kriminellen Aktivitäten nicht betroffen.

In welchem Umfang der Schaden das prognostizierte Jahresergebnis beeinflusst, könne derzeit nicht abgeschätzt werden. Die Liquiditätslage des Leoni Konzerns sei nicht wesentlich beeinträchtigt. Das operative Geschäft von Leoni laufe prognosekonform.