Borgwarner_Turboladertechnologie_Daimler

Das erste auf dem Markt erhältliche, zweistufige, geregelte Turboladersystem mit robustem Gussstahl-Turbinengehäuse von BorgWarner wird in der Mercedes S-Klasse eingesetzt. Bild: BorgWarner

| von Frank Volk

„Durch ihre optimierte Bauweise hilft unsere Turboladerlösung Automobilherstellern dabei, Herausforderungen beim Packaging, wie zum Beispiel begrenzten Bauraum und hohe Temperaturen, zu meistern“, so Frédéric Lissalde, President und General Manager, BorgWarner Turbo Systems zur neuen Technologie.

Das zweistufige, geregelte Aufladungssystem ist laut Auskunft des Zulieferers das erste, das mit einem robusten Turbinengehäuse aus Gussstahl auf dem Markt erhältlich ist. Darüber hinaus sind der elektrisch betätigte Steller sowie das Lager- und Kompressorgehäuse dieser innovativen Lösung wassergekühlt. Das R2S-System besteht aus zwei verschieden großen, in Reihe geschalteten Turboladern.

 Dabei ist der kompaktere Hochdruck-Turbolader mit der neuesten VTG-Technologie (Variable Turbinengeometrie) ausgestattet. Der größere Wastegate-Turbolader für den Niederdruckbereich verfügt währenddessen über eine sogenannte „Ported Shroud“, die den Luftstrom gleichmäßig auf die Blätter des Kompressorrads verteilt. Im unteren Drehzahlbereich übernimmt der Hochdruck-Turbolader den Großteil der Verdichtungsleistung und bietet schnellsten Ladedruckaufbau ohne spürbares Turboloch. Mit steigender Drehzahl öffnet sich ein Bypassventil und leitet nahezu den gesamten Abgasstrom zum Niederdruck-Turbolader. Dieser übernimmt daraufhin den Hauptteil der Verdichtung und ermöglicht hohe Ladedrücke bei maximaler Effizienz.

Dank ihrer elektrischen Betätigung passt sich BorgWarners zweistufige, geregelte Turboladertechnologie sehr schnell an sich ändernde Betriebsbedingungen an. Damit verkürze man Reaktionszeiten und verringere den Schadstoffausstoß.

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