Bosch bündelt Auto-Elektronik und Software

Bosch geht davon aus, dass der Markt für softwareintensive Elektroniksysteme im Auto bis 2030 jährlich um 15 Prozent wachsen wird. Bild: Bosch

| von Roswitha Maier
Aktualisiert am: 21. Jul. 2020

Zu dem neuen Geschäftsbereich mit dem Namen Cross-Domain Computing Solutions gehören ab Anfang des kommenden Jahres rund 17.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern weltweit.

Alles einzeln in voneinander getrennten Bereichen zu entwickeln, komme angesichts der stetig wachsenden Bedeutung der Elektronik und der Software bei der Fahrzeugentwicklung an Grenzen, heißt es seitens des Konzerns. Die neue Struktur soll nun dabei helfen, die Komplexität der Systeme zu reduzieren - etwa indem kleine Hochleistungsrechner die Aufgaben bündeln, für die sonst etliche einzelne, unabhängig voneinander entwickelte und betriebene Steuergeräte nötig wären. Zudem sollen neue Entwicklungen schneller auf die Straße gebracht werden können.

"Kernaufgabe von Cross-Domain Computing Solutions wird es sein, die Komplexität der Elektroniksysteme beherrschbar und darüber hinaus so sicher wie möglich zu machen", sagte Bosch-Geschäftsführer Harald Kröger, der den neuen Geschäftsbereich verantworten wird. Der Technologiekonzern hatte vor einigen Monaten bereits die komplette Fertigung der Fahrzeugelektronik zusammengelegt. Dort arbeiten weltweit rund 24.000 Menschen.

Bosch geht davon aus, dass der Markt für softwareintensive Elektroniksysteme bis 2030 jährlich um 15 Prozent wachsen wird. Etwa 100 Millionen Zeilen Software-Code steckten in heutigen Autos, hieß es. Um sie automatisiert fahren zu lassen, seien 300 bis 500 Millionen nötig.

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