Bosch

Der Umsatz des Zulieferers Bosch ist leicht gewachsen. Bild: Bosch

In den ersten drei Monaten des Jahres habe Bosch in einigen Märkten und Regionen eine "geringe Dynamik" verzeichnet, der Umsatz wuchs um knapp 3 Prozent, wechselkursbereinigt um rund 4 Prozent, teilte der Automobilzulieferer auf seiner Bilanzpressekonferenz mit.

Trotz verhaltener konjunktureller Aussichten und geopolitischer Unsicherheiten wolle Bosch jedoch weiterhin stärker wachsen als die für das Unternehmen relevanten Märkte. Im aktuellen Jahr erwartet der Stiftungskonzern ein Umsatzplus zwischen 3 und 5 Prozent. Sollte sich das schwächere Wachstum des ersten Quartals jedoch weiter fortsetzen, dann werde sich das Wachstum voraussichtlich am unteren Ende des Korridors bewegen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Auch mit Blick auf das Ergebnis ist der Konzern vorsichtiger geworden. Bosch will die Ertragslage in diesem Jahr "stabil" halten, teilte das Unternehmen mit. Zu Beginn des Jahres hatte der Zulieferer bereits vorläufige Kennzahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt und einen ersten Ausblick auf das aktuelle Jahr gegeben. Damals war das Unternehmen noch von einer weiteren Steigerung von Ergebnis und operativer Umsatzrendite ausgegangen.

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Bosch einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Bosch hatte im vergangenen Jahr die beiden früheren Gemeinschaftsunternehmen BSH Hausgeräte sowie Automotive Steering vollständig übernommen und dadurch die Einnahmen um knapp 22 Milliarden Euro gesteigert. Rein operativ und vergleichbar gerechnet legte der Umsatz um 10 Prozent zu. Bereinigt um Währungseffekte war es ein Plus von 3,8 Prozent.

Operativ blieb davon ein Gewinn (EBIT) von 4,6 Milliarden Euro übrig, was einer Rendite von 6,5 Prozent entsprach. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Plus von 24 Prozent beziehungsweise 0,9 Milliarden Euro. Ergebnisverbessernde und -belastende Sondereffekte glichen sich im vergangenen Jahr nach Unternehmensangaben aus. Diese ergaben sich zum einen aus der Vollkonsolidierung der beiden früheren Gemeinschaftsunternehmen, zum anderen aber auch aus Sonderabschreibungen sowie durch Rückstellungen zur Absicherung rechtlicher Risiken.

Zu Beginn des Jahres hatte Bosch mit den vorläufigen Zahlen noch ein EBIT von 5 Milliarden Euro sowie ein um Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) von 4,5 Milliarden Euro ausgewiesen.